Ist es eine Wüste? Der Mars? Die Highlands? Nein: eine buschbewachsene und von Ms. Columbo bevölkerte Dünenlandschaft im Norden von Sylt, ziemlich wackelfrei fotografiert mit der Panoramafunktion meines iPhones.
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05 Juni 2026
31 Mai 2026
Fundstücke (275–278)
Neulich hatte es uns dank eines attraktiven Travelzoo-Gutscheins für ein paar Tage auf die schöne Insel Sylt verschlagen. Dort staunten wir immer mal wieder, zum Beispiel über die Espressopreise. Nach keineswegs reiflicher Überlegung verzichteten wir deshalb darauf, einen Sylter Barista mit neun Euro neunzig für einen Doppio zu entlohnen. Ich meine: Das sind fast zwanzig D-Mark! Über vierzig Ostmark! Fünfhundertsechsunddreißig türkische Lira! Achthundertdreißig Rubel! Neunzehntausenddreihundert italienische Lire – für einen einzigen Doppio! Gut, dass ein Teil dieser Währungen das nicht mehr erleben musste.
Auf einem Spielplatz in Westerland informierte uns das abgebildete Schild, dass irgendwelche fremden Eltern für den Unsinn haften, den unsere Kinder anstellen. Dabei haben wir gar keine.
Auf der Terrasse unseres Hotelrestaurants in Rantum präsentierten die einheimischen Möwen ihre nachhaltige Jagdtechnik. Einer der cleveren Vögel zum Beispiel lungerte in der Nähe herum, bis ein Paar zum Frühstücksbüfett aufgebrochen war, um unverzüglich dessen Tisch anzufliegen. Dort stibitzte er einen Eierbecher samt Inhalt, flog damit auf den unmittelbar angrenzenden Parkplatz und ließ die Beute dort aus geringer Höhe derart geschickt aufs Pflaster fallen, dass das Ei gut auslöffelbar in zwei Hälften zerbrach. Der Becher blieb dabei heil und kann problemlos wiederverwendet werden. Diese Möwe imponierte uns.
In Travemünde hingegen, wo es uns an Wochenenden oftmals hin verschlägt, verleiht man neuerdings Biofahrräder mit Deppenbindestrich und -leerzeichen. Wir konnten uns auch nach längerem Nachdenken keinen rechten Reim darauf machen, was diese Exemplare von herkömmlichen Rädern unterscheidet. Kann man sie nach getaner Fahrt verzehren wie diese kleinen Waffelschälchen, die man sich am Büfett mit Marmelade füllt? Oder sind sie zumindest rückstandsfrei kompostierbar? Vielleicht wurden sie auch einfach nur pestizidfrei aufgezogen.
27 September 2012
Pareidolie (49): Die Lösung des Roswell-Rätsels
Wenn wirklich 1947 in Roswell Aliens abgestürzt sind, dann weiß ich jetzt auch, wo und wie sie von der US-Regierung schließlich um die Ecke gebracht wurden:
im Hörnumer Hafen auf Sylt, erstickt mit einem armdicken Tau.
PS: Eine ganze Galerie gibt es bei der Pareidolie-Tante.
im Hörnumer Hafen auf Sylt, erstickt mit einem armdicken Tau.
PS: Eine ganze Galerie gibt es bei der Pareidolie-Tante.
26 September 2012
Öffentliche Selbstkritik
Ich muss ja eine hämische Genugtuung eingestehen, wenn Leute, die oberschlau dem denglischen Zeitgeist nach dem Mund reden wollen, orthografisch – und in der Folge auch semantisch – voll gegen die Wand fahren.
Dafür findet man natürlich überall Beispiele („Back Shop“ etc.), aber selten so schöne wie heute in Westerland auf Sylt. Der gute Jan Schwarze, der möglicherweise gar nicht mal schlecht darin ist, Sanitäreinrichtungen zu entwerfen, hat nämlich mit seinem „Bad Design“ ein wunderbares Eigentor geschossen.
Jeder Kunde aus dem englischen Sprachraum wird über so viel öffentlich demonstrierte Selbstkritik erstaunt sein und sich lieber einen Baddesigner suchen, der sein Handwerk auch versteht.
Und wer der deutschen Rechtschreibung halbwegs mächtig ist, wird dem guten Herrn Schwarze raten, sich künftig (nein: am besten gestern) vor Deppenleerzeichen tunlichst zu hüten.
Wie hiermit geschehen.
Dafür findet man natürlich überall Beispiele („Back Shop“ etc.), aber selten so schöne wie heute in Westerland auf Sylt. Der gute Jan Schwarze, der möglicherweise gar nicht mal schlecht darin ist, Sanitäreinrichtungen zu entwerfen, hat nämlich mit seinem „Bad Design“ ein wunderbares Eigentor geschossen.
Jeder Kunde aus dem englischen Sprachraum wird über so viel öffentlich demonstrierte Selbstkritik erstaunt sein und sich lieber einen Baddesigner suchen, der sein Handwerk auch versteht.
Und wer der deutschen Rechtschreibung halbwegs mächtig ist, wird dem guten Herrn Schwarze raten, sich künftig (nein: am besten gestern) vor Deppenleerzeichen tunlichst zu hüten.
Wie hiermit geschehen.
25 September 2012
Sylt unter
Hey, Ms. Columbo, sagte ich irgendwann im Juli sinngemäß zu Ms. Columbo, lass uns Ende September ein paar Tage auf Sylt verbringen. Spätsommer am Meer, verstehst du, mit Strand, Sonnenöl und Waffeleis, das wird ein Fest!
„Morgen“, sagt Ms. Columbo gerade in der Westerländer Ferienwohnung zu mir, wo wir tolle Filme auf DVD gucken, „soll laut Wetterbericht nur die Hälfte an Regen runterkommen.“
Das wird ein Fest!
„Morgen“, sagt Ms. Columbo gerade in der Westerländer Ferienwohnung zu mir, wo wir tolle Filme auf DVD gucken, „soll laut Wetterbericht nur die Hälfte an Regen runterkommen.“
Das wird ein Fest!
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