21 September 2006

Auhuuu!

Seit einiger Zeit läuft der Franke gegen Türrahmen. Dabei werden in der Regel Teile seiner oberen Körperhälfte in Mitleidenschaft gezogen, vor allem Ellenbogen, Oberarm und Schulter. Und in ermüdender Gleichmäßigkeit kommentiert der Tollpatsch sein alltägliches kleines Unglück mit immer demselben Aufschrei: „Auhuuu!“

Still seufzend deute ich dieses an Warren Zevons 1978er Hit „Werewolves of London“ gemahnende Empfindungswort als Fränkisch für „Ich Vollhorst!“ Doch der Unglücksrabe artikuliert damit offenbar nur unbeholfen einen grellen Prellschmerz.

Im Vergleich zu Zevons Version muss man sich übrigens sein Timbre beim Ausruf dieser Doppelsilbe deutlich tieffrequenter vorstellen. Anders als im Song nämlich kippt des Franken Organ im Verlauf des langgezogenen u nicht in die Kopfstimme. Vielleicht minimiert ja dieses Manko meinen Mitleidseffekt, ich weiß es nicht.

Das mit dem Türrahmenrammen passiert dem Franken erst, seitem er eine Lesebrille hat – anfangs, WEIL er sie aufhatte; neuerdings, weil er sie NICHT trägt. Ehrlich gesagt, wollte ich bei einer so komplexen Aufgabe wie der Gestaltung des Frankenlebens nicht Schicksal sein. Ich wäre mit dem Job schlicht überfordert.

„Auhuuu!“

Er hat es schon wieder getan.


PS: Das heutige Foto passt nur ungefähr. Aber das reicht mir.

Die bisherigen Teile der Frankensaga:

16. Die Bettelblickattacke
15. Der Franke bleibt störrisch
14. Der unvollendete Panini-Coup
13. Duck dich, Sylt!
12. Auf Partypatrouille
11. Laggs auf vier Uhr
10. Der Franke ist überall
9. Die Greeb-Pfanne
8. Erste gegen dritte Liga
7. Die verspätete Riesenkartoffel
6. Der historische Tag
5. Der Alditag
4. Der Faschingskrapfen
3. Der Klozechpreller
2. Der Dude
1. Das Alte Land

1 Kommentar:

  1. blogspargel16:01

    Also als Franke saachd mer "Du Debb!" zum Vollhorst oder "Hirnhainer" und wenn einem ein Türstock widerfährt eher "Suwos bläids, des doud fai wäi!".
    Wobei "Auu!" kommt beim harten Körperkontakt eher vor im Verhältnis

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