13 September 2006

Die Fundstücke des Tages (25)

1. Das abgebildete Angebot scheint mir einige Haken zu viel zu haben. Und die wichtigste Frage bleibt unbeantwortet: Was macht Daniel mittwochs? Gefunden in der Bahrenfelder Straße in Ottensen.

2. Als unlängst die Veröffentlichung von Günter Grass’ Autobiografie anstand und er seine Waffen-SS-Mitgliedschaft zugab, unterstellten einige ihm Promotionmotive. Ich nehme an, bei Joachim Fest – sein Buch kommt in elf Tagen – wird sich das niemand trauen.

3. Auf seinem neuen Album „Dämmerung“ beklagt der altehrwürdige Liedermacher Franz Josef Degenhardt die jämmerliche Situation der Linken in der spätbürgerlichen Gesellschaft. Sein sarkastisches Fazit: Sie werde „nicht mal mehr verfolgt”. Mehr Resignation geht wirklich nicht.

4. „Es beunruhigt mich, dass ich keine Zukunftsangst habe", las ich in einem anderen Blog. Er hat also sozusagen Angst vor der Abwesenheit von Angst – wahrscheinlich lag der SPIEGEL letzte Woche mit seiner Titelstory doch mal wieder richtig.

Alle bisherigen Fundstücke des Tages:
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 22, 24, Oh, my Google!

Kommentare:

  1. Hallo Matt,
    mein Einstiegspost auf deine Seite war der vom Juni über die Zombie-Blogs. Das darf ja wohl nicht wahr sein! Die gibts alle gar nicht? Mich jedenfalls gibt es wirklich, und ich habe sogar ein Foto in meinem Profil. I'm real.

    Wie schaffst Du es, angesichts der entsetzlich kryptischen Hilfe-Texte bei Blogger die Seite dennoch so harmonisch zu gestalten? Die Fotos sind schön gesetzt, gutes Layout!

    Dein Text über den Ohrpopler ist wirklich gut, schön erzählt und toll aufgebaut.

    Ich werde dich im Auge behalten.
    Erzähl mal weiter.

    Allerdings stimmt Deine Zeiteinstellung nicht. Es ist jetzt keineswegs 3.30 in der Nacht, sondern erst kurz nach Mitternacht.

    Viele Grüße
    Martha

    AntwortenLöschen
  2. Hallo, Martha, es ist schön, wenn du dich hier wohlfühlst. Dann fühle ich mich auch ein wenig wohler hier.

    Bei den Fotos entscheide ich einfach, ob sie links, rechts oder zentriert stehen sollen, mehr nicht. Zentrierung finde ich meist nicht gut, weil der Text dann die Bilder nicht mehr umfließt, sondern automatisch darunter anfängt. Die völlige Kontrolle über die Fotos im Text hat man mit der embed-Funktion, doch meist bin ich zu bequem dazu, denn man muss die Bildgröße definieren, und das habe ich nicht so gut drauf.

    Die Zeiteinstellung spinnt öfter, was an der amerikanischen Heimat von Blogger.com zu liegen scheint. Allerdings wird dein Kommentar doch wieder korrekt angezeigt: 0:30.

    Wo bist du – immer noch im Iran?

    AntwortenLöschen
  3. zu 1.) What happens every Tuesday with Daniel?

    zu 2.) Du hast auch mal "Politische Wissenschaften" studiert? Die Professoren damals haben sich an ihn geklammert. Und stets daraus rezitiert, interpretiert. Geiler Job. Ich habe was falsch gemacht.

    zu 3.) Und er hat auch längst keine Ideen mehr im Selbstmitleid.

    zu 4.) Wie oft liegt der SPIEGEL für Dich richtig?

    AntwortenLöschen
  4. Joshuatree00:28

    zu 1: Es muss natürlich heissen: What happens with Daniel every Tuesday.

    btw: Panasonic-Maschinen sind die besten Friseure für kurzhaarige, alternde Männer ;-).

    AntwortenLöschen
  5. Zu deiner Frage zu 4): Es wird zusehends schwieriger, Spiegel-Artikel nach diesem Maßstab zu messen, weil die Texte immer mehr feuilletonistische Anteile aufweisen. Das macht das Lesen vergnüglicher, verwischt allerdings auch manchmal das klare politische Profil. Und wie jede Zeitschrift unterliegt auch der Spiegel bestimmten Zwängen, die eine freie redaktionelle Selbstbestimmung nicht immer zulassen - siehe der Merkel-Pusch vor der letzten Bundestagswahl.

    Aber egal: Er ist, trotz seiner gewachsenen Schwächen, immer noch das wichtigste deutsche Blatt. Und meine Lieblingszeitschrift.

    AntwortenLöschen
  6. Wäre ich Therapeut, würde ich Pantha Rei mit den "gewachsenen Schwächen" in Verbindung bringen. Der SPIEGEL hatte und hat seine Highlights. Imho, es litt die Stringenz im innenpolitischen Bereich, dafür sind sie Meinungsführer in Sachen: Wirtschaft, Außenpolitik, Psychologie, Kultur etc.

    Ich wundere mich u.a. immer, dass Chrysler mit seinen dicken Jeeps dort wirbt und dann fühle ich ein Grummen aus dem Bauch. Irgendwas stimmt da nicht.

    AntwortenLöschen
  7. Zu 1: Mittwochs muss Daniel in die Berufsschule ;)

    AntwortenLöschen