12 Mai 2009

Die Wahrheit hinter DHL

Manche Menschen sind mir ein Rätsel.

Ich meine: Wer setzt sich bloß hin und verschwendet Lebenszeit, um ein denunzierendes Logo zu entwerfen, das Motiv teuer auf Klebepapier drucken zu lassen und es dann an Altonaer Briefkästen zu pappen?

Und warum nur so viel Aufwand wegen eines Transportunternehmens?

Wäre diese Lebenszeit nicht besser investiert gewesen, wenn man Goethe gelesen hätte oder meinetwegen auch Charlotte Roche oder auch einen Abend lang das Muster der Wellen am Elbstrand in Neumühlen? Ganz bestimmt.

DHL leitet sich übrigens in Wahrheit ab von den Anfangsbuchstaben der Unternehmensgründer Adrian Dalsey, Larry Hillblom und Robert Lynn. Sagt Wikipedia.



Kommentare:

  1. sie sind auch rätselhaft, herr matt. warum hat dieser blogeintrag keine überschrift?

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  2. hach. und in dem moment hat er...^^

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  3. Sie sind einfach schneller, als die Polizei erlaubt!

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  4. vor allem ist das noch nicht mal originell.

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  5. >Wäre diese Lebenszeit nicht besser investiert gewesen, wenn man...

    Das ist doch wahre Kunst. Desshalb schreiben Sie dieses schöne Blog, und desshalb haben Sie sich von diesem Werk inspirieren lassen.

    Und, haha, Herr Herbert Hindringer, - Sie aber auch nicht.

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  6. Joa ist Kunst.

    Wahrscheinlich mag der Künstler DHL nicht, so wie ich.

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  7. Beraternase22:21

    Immerhin liefert DHL an die Packstation...

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  8. Anonym08:21

    @Beraternase: Ja, DHL liefert theoretisch an Packstationen, die oft kilometermeter weit entfernt und gut versteckt auf irgendwelchen Autohaus- oder Supermarktparkplätzen liegen, mit dem ÖPNV kaum zu erreichen ... Praktisch liefert DHL dann aber oft nicht, trotz entsprechender Benachrichtigung, dass die Sendung in der betreffenden Packstation läge - da ist dann der Automat kaputt, die Servicenummer stimmt nicht mehr, und das Paket ist doch nicht dort gelandet, weil's der Fahrer noch im Auto hatte. Nachdem ich in Berlin und München je drei Mal vergeblich zu "meiner" durchaus fernliegenden Packstation gepilgert bin, habe ich herausgefunden, wie man DHL daran hindert, an Packstationen zu liefern, und hole mir die Sendungen - wenn's mal beim Nachbarn nicht klappt - bequem und zuverlässig vom gut zu erreichenden Postamt ab (das aber leider demnächst geschlossen werden soll ...). Die Post hat offenbar schlechte Berater ...

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  9. Anonym12:48

    "Wer setzt sich bloß hin und verschwendet Lebenszeit"


    Vielleicht jemand, der auf sein Blog (oder doch eher sein politisches Anliegen?) aufmerksam machen will? Auszug:

    "In diesem Frühjahr entscheidet das Bundesamt für Wehrtechnik über die bisher größte Privatisierung der Bundeswehr. (...)

    (DHL) ist kurz davor, den attraktiven Auftrag an Land zu ziehen. Es ist der bislang größte Auftrag der deutschen Transportbranche und es ist das umfangreichste Privatisierungsprojekt der Bundeswehr. Da die Bundeswehr in Afghanistan Krieg führt, braucht sie logistische Unterstützung, die jetzt ein ziviles Unternehmen übernehmen soll. (...) Konkret soll eine der Firmen Bundeswehrmaterial lagern und Kriegsgerät, Soldaten, Munition und Treibstoff transportieren. Im Klartext: Die Bundeswehr sucht ein ziviles Unternehmen, das so zum aktiven Kriegsunterstützer wird."

    Fix gegoogelt auf http://dhl.blogsport.de/

    (Sorry für's links-posten, bin nicht 'affiliated', aber dachte, es dient der Aufklärung)


    Wussten Sie eigentlich, dass Deutschland der weltweit drittgrößte Exporteur von Rüstungsgütern ist?

    "In den vergangenen fünf Jahren sind die deutschen Rüstungsexporte um 70 Prozent gestiegen – mehr als drei Mal so stark wie die weltweite Waffenausfuhr zwischen 2004 und 2008 insgesamt. Der globale Waffenhandel legte im gleichen Zeitraum um 21 Prozent zu. Die Zahlen stellte das Stockholmer Friedensforschungsinstitutes SIPRI am Montag in einer Studie vor. Der Gesamtwert der deutschen Rüstungsexporte von 2004 bis 2008 bezifferte SIPRI auf 8,7 Milliarden Euro." Zeit, 27.04.09

    http://www.zeit.de/online/2009/18/waffenhandel-deutschland

    Scheint, als ob doch nicht alle von der 'Krise' betroffen sind. Krieg hat immer Konjunktur.

    Dann doch lieber ein bisschen Kampf gegen Windmühlen als Charlotte Roche lesen, meinen Sie nicht?

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  10. Sehr gut, deutsche Waren sind wieder gefragt trotz Krise...das liest man gern.

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  11. Danke, Anonym, für die erhellenden Informationen.

    Allerdings gibt es auch dazu einige Einwände. Wer die Existenz einer Bundeswehr grundsätzlich akzeptiert (was breiter Konsens in der BRD ist), muss auch hinnehmen, dass zivile Einrichtungen und Unternehmen involviert sind. Die Kantinen etwa werden ja auch von Lebensmittelproduzenten beliefert …

    Zum Einsatz in Afghanistan: Der ist völkerrechtlich legitimiert; das ist also ein ganz anderer Schnack als der Irakkrieg, woran die Bundeswehr aus eben diesem Grund nicht beteiligt ist. Was ich übrigens für eine Errungenschaft halte, die mit dem funktionierenden parlamentarischen System in Deutschland zu tun hat.

    Gegen ausufernden Waffenhandel hingegen kann man auch sein, wenn man die Bundeswehr für existenzberechtigt hält. Das eine hat mit dem anderen wenig zu tun.

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  12. Joshuatree23:52

    Matt, ich erinnere mich gerade wieder an Ihren für mich künstlerisch besten Beitrag: Der Schuh vor dem Plakat eines Kinos mit dem Plakat "Fahrstuhl zum Schaffot.

    Ich finde ihn leider nicht mehr; "Tagging" war damals ein Fremdwort. Können Sie helfen, sich erinnern?

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