20 Mai 2009

Das wahre Wesen der … Touristen



Es gibt Augenblicke, da habe ich das Gefühl, den Kiez mit falschen Augen zu sehen, ihn zu idealisieren, seine wildromantischen Seiten überzubewerten.

Dann denke ich, die Menschen, die uns hier umgeben, zeichneten sich doch nicht durch besondere Herzensgüte und altruistisches Wesen aus.

Ein solcher Augenblick war mir beschieden, als ich beim fidelen Wandern durch die Silbersackstraße einen zufälligen Blick in die Hasenschaukel warf: Dort nämlich müssen sie neuerdings sogar den Serviettenspender anketten.

Was mir das über das wahre Wesen der Kiezianer sagt, will ich lieber gar nicht wissen.
Oder es liegt an den Touristen. – Natürlich!


Kommentare:

  1. Joshuatree01:20

    Mit einem rechtschaffend erworbenen Schweizer Messer im Hosensack in Verbindung mit einer Mindesteinheit von Geduld sollte die Loslösung des Serviettenspenders in die Freiheit eigentlich kein Problem darstellen...

    Man müsste allerdings vorher den Serviettenspender fragen, ob ihm denn das recht wäre... ;-)

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  2. Anonym01:55

    Ein Sado-Maso-Serviettenspender.....er steht auf Fesselspiele.

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  3. Schon Wunder genug, dass es Servietten gibt...

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  4. Hi Matthias, liebe Grüße "von drüben", aus dem Brauquartier. Ich mag Deinen Schreibstil. Hier jetzt besonders Deinen letzten Satz: "Oder es liegt an den Touristen. – Natürlich!".
    Das hat mich spontan wieder mal an diesen Clip erinnert ;-):
    http://www.clipfish.de/video/26490/ibm-hai/
    Liebe Grüße
    Dirk

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  5. Anonym14:07

    Letztens in einem Cafe mit ner Tageszeitung, kurz rein aufs Klos, als ich wieder draußen war - Zeitung weg. Hier wird alles geklaut, was nicht bei drei auf dem Baum ist, egal wie wertlos. Das nennt man SPORT! ;-)

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  6. Joshuatree, auf Ihre Idee kann wirklich nur ein Tourist kommen …!

    Stimmt, Dein_Koenig, die Hasenschaukel ist je eher eine Kneipe. Da sollten sie die Bierdeckel anketten (und vielleich tun sie das auch).

    Dirk, den empfohlenen Clip kann ich erst auf St. Pauli anschauen. Da, wo ich gerade bin, spottet die Verbindung jeder Beschreibung.

    Anonym, in Cafés herrscht durch den in der Regel für die Gäste ausliegenden Lesestoff aber auch höchste Verwechslungsgefahr. Von daher hinkt Ihr Beispiel.

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  7. miele21:23

    wo sind touristen ????????????
    ich seh fast nur noch dosenbierhalter.
    es grüßt
    miele

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  8. Anonym09:30

    Nope, in dem Café lag diese Zeitung nicht aus, die hatte ich mitgebracht. Und ein anderer Gast hatte sie definitiv nicht!

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  9. Joshuatree01:26

    @Matt: ...? Ich lebe in Heidelberg und nähme selbst als Gast für den Klogang sämtliche Wertsachen mit.

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  10. Miele, manchmal verwischen die Grenzen in der Tat.

    Joshuatree, aber den Serviettenspender doch nicht …?

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