28 Juni 2007

Ars longa, vita Briefs

Wer auf den Tag genau 22 Jahre nach dem Tod des Gatten noch immer verdammt teure Gedenkanzeigen in der FAZ schaltet, ist entweder plemplem oder strebt nach dem Ideal der ewigen Liebe.

Bei Frau Briefs vermute ich einfach mal Letzteres. Ohne zu wissen warum.

Allerdings erwarte ich nun auch am 7. Juli eine Anzeige zum verpassten 87. Geburtstag des Verblichenen. Sonst muss ich den Fall einer kompletten Neubewertung unterziehen.

(Hoffentlich denke ich an jenem Tag auch dran, die FAZ zu kaufen, bei dem ganzen Trubel um Live Earth in Hamburg.)

Kommentare:

  1. Gut gefallen will mir das lakonische »Seine Frau« anstatt eines aufgeregten »Helene Briefs-Hofmannsgruber nebst den Kindern Arthur junior, Melinda und Peter-Paul«. Gegen das Vergessen hilft ein iCal-Reminder manchmal Wunder, wobei die Gefahr des Vergessens bei diesem Line-Up doch beherrschbar bleiben sollte, nicht?

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  2. Sie Jungspund haben natürlich leicht reden! Hilfsmittel- und gedächtnistechnisch ist Frau Briefs aber schon qua Geburt in einer erheblich schlechteren Position. Also schmälern Sie bitte ihre Leistung nicht.

    Ach ja: Könnten Sie Schlaumeier mich vielleicht am 7. Juli ans Kaufen der FAZ erinnern? Meinethalben auch mithilfe Ihres Eikerls, oder wie der heißt.

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  3. big-eno09:59

    So was Kleinkariertes... Vielleicht hat man den Armen Kerl auch jetzt erst auf dem Dachboden oder im Keller gefunden. Und jetzt wird Ihm nicht mal seine letzte Würde gelassen... Reife Leistung des Gerichtsmediziners nach 22 Jahren den genauen Todestag herauszufinden.

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  4. Anna10:06

    Big-eno, über Ihre unromantische Sichtweise bin ich doch ein bisschen entsetzt!

    Wie klänge es erst, wenn "Seine Frau" selbst einmal verstirbt und dann die Tochter/ der Sohn diese schöne Familentradition weiterführt:
    "Seiner Frau seine Tochter"
    oder in vielen, vielen Jahren "Seiner Frau seine Tochter seine Cousine sein Kind".

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  5. big-eno, Sie scheinen diesen Fall mit der aktuellen Diskussion um die Mumie der Hatschepsut zu verwechseln.

    Gerne würde ich das skizzierte Szenario überprüfen, liebe Anna, doch dazu müsste ich erst einmal meine Unsterblichkeitspillen wiederfinden, die ich letzte Woche irgendwo verlegt habe, verflixt.

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  6. Anna23:06

    Die Unsterblichkeitspillen liegen gleich neben den Vergesslichkeitspillen, im Schränkchen oben rechts. :)

    Wäre es jetzt fehl am Platze und womöglich unsensibel, angesichts der trauernden Gattin nach der noch ausstehenden Unterbüxen- Story zu fragen?
    Wenn ja, frag ich natürlich lieber nicht.

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  7. Na gut. Irgendwann muss es ja eh sein. Voilà.

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