21 Oktober 2010

Fundstücke (108): Eine echte Liegengeschichte

Manche Leute glauben ja, es sei völlig in Ordnung, wenn sie ihren Müll einfach auf die Straße stellen, sofern sie nur ein Schild draufpappen, welches den Müll zu etwas vermeintlich Nützlichem umdeklariert.

Diese pavianarschrote Klappliege oder Sitzbank oder was weiß ich in der Hein-Hoyer-Straße gehört zur geschilderten Kategorie. Drauf klebte ein weißer Zettel mit dem Text: „Zu verschenken! (auch prima als Gästebett!)“, und schon fühlte sich der Entsorger exkulpiert.

Doch selbst die obdachlosen Polen in der Simon-von-Utrecht-Straße rührten das Ding nicht an – und bestimmt nicht nur deshalb nicht, weil auf dem Sockel unten links das genaue Gegenteil stand: „Bitte stehen lassen!“

Eine Weile trotzte die Klappliege Wind, Wetter, Betrunkenen und Inkontinenten, doch jetzt ist sie weg.

Wer immer sie gerade als Gästebett nutzt: Mein Beileid hat er.



Kommentare:

  1. Von den Simpsons gelernt: Im Zweifelsfall einfach mit 'nem Fahrradschloss anketten. Ruckzuck ist es weg.

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  2. Es ist echt eine Unsitte mit diesem „Verschenken”. Vermutlich kommen sich Menschen, die ihren Müll derart entsorgen, auch noch besonders sozial vor, weil es ja bestimmt Leute gibt, die ihr ganzes Leben darauf warten, den angegammelten Schrott begierig aufzusammeln.

    Ich hab das Ding dann aber doch mitgenommen. Immerhin muß ich da das Blut nicht extra abwischen.

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  3. ... das Beileid sollte man sich besser für die Gäste des Mitnehmers sparen. Wobei, wer diese Liege mitgenommen hat, der bekommt wahrscheinlich nie Besuch.

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  4. Wie lange muss Besuch bleiben, und wie kann man die Zeit abkürzen? ;-)

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  5. Schade, dass Sie sie nicht mitgenommen haben, Chef. Im Winter auf raschelnden Laubhaufen im verschneiten Bloggarten zu schlafen, stelle ich mir nicht so lustig vor...
    Andererseits muss ich ja wegen Ihres offiziell verkündeten Schlafverbots Tag und Nacht durcharbeiten, von daher: gut, dass Sie sie nicht mitgenommen haben...

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  6. Anonym07:46

    Die Kommentare von Anna scheinen doch eine gewisse masochistische Tendenz gegenüber Herrn Matt vorzuweisen. Ich hoffe ich muss nie irgendwelche Bilder finden in denen Herr Matt mit Ledermaske auftaucht. *grusel*

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  7. Nein, wir haben da eine äußerst schwierige Konstellation am Laufen. Die haben wir bereits vor einigen Artikeln dargelegt. Es ist quasi ein Stein-Schere-Papier-Prinzip.

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  8. Lars, eine verblüffend einfache Lösung. Mit Fahrrädern ist mir das sogar schon fünfmal gelungen; ich hätte also auch selber drauf kommen können.

    Zahnwart, ich meinte auch die Gäste.

    Anna, ich habe Ihnen doch am 5. September vergangenen Jahres eine Viertelstunde freigegeben, damit Sie sich duschen konnten. Und jetzt dieser Undank! Ich glaube, ich muss (mit GPs Hilfe) Ihnen gegenüber doch eine härtere Gangart anschlagen.

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  9. Anonym, wie kommen Sie denn auf diese absurde Idee? Es handelt sich um einen ganz normalen Praktikantenvertrag zwischen Matt und mir.
    Die masochistische Achse läuft ganz anders, als Sie es sich vorstellen...

    Nicht wahr, GP?
    Genau, Stein-Schere-Papier. Und Stock. Den Stock haben Sie vergessen, Sie unartiger Junge..

    Matt, ja, danke. Ich hatte Ihnen dafür auch einen 2000seitigen Gedichtband gewidmet. "Bewegende Gedichte der Weltliteratur von und um das Thema "Wasser"."
    Wenn Sie allerdings GP gegen mich aufhetzen wollen, liegen Sie auf der falschen Fährte! Aber sowas von...

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  10. Anna, ich bitte Sie, hier geht es doch nicht um Gefühle, sondern um eine ganz normale Geschäftsbeziehung – GP bekommt einen Auftrag, und – zack! – erledigt er ihn. Wenn die Kasse stimmt. Und die stimmt nun mal, weil ich dank Ihnen seit Jahren erhebliche Mengen Geldes gespart habe. Wofür ich mich eigentlich auch mal bedanken könnte, fällt mir gerade ein. Mach ich vielleicht auch.

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  11. Ja, vielleicht.
    Ich kenne doch Ihr "Vielleicht"!
    "Anna, Sie sollten an Heiligabend mit Ihrer Familie feiern und nicht vielleicht den Blogkeller putzen."
    "Anna, eigentlich muss ich Ihnen ein Zeugnis ausstellen, mit dem Sie sich überall auf der ganzen Welt bewerben könnten und jeden Job bekommen würden. Eigentlich vielleicht.."
    "Anna, ich sollte Ihnen doch mal eine Aktie der Matt-Wagner-Inc zukommen lassen. Zum Freundschaftspreis. Vielleicht.."

    Ha, das Einzige, was mich tröstet, ist Ihr naiver Glaube an die Wirkung von Geld auf GP.
    Geld ist noch lange nicht alles.
    Es gibt da ganz andere Machtmittel...

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  12. Wem sagen Sie das.

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