12 Oktober 2010

Dein Stil, mein Stil

Rainald Goetz

Ich schreibe also wie Rainald Goetz. Das sagt zumindest die FAZ, nachdem ich ihr probeweise den damals beifällig aufgenommenen Text zur Tabascowette vorgesetzt habe.

Dabei kenne ich kein einziges Buch von Goetz. Es kann also auch genauso gut andersrum sein, dass nämlich Rainald Goetz so schreibt wie ich. Ein irgendwie amorphes Gefühl.

Beim nächsten Versuch bescheinigte mir die FAZ übrigens, zu schreiben wie Uwe Johnson, von dem ich dummerweise ebenfalls kein komplettes Werk kenne.


Im Grunde schriebe ich sowieso viel lieber wie Vladimir Nabokov. Aber das bescheinigt mir leider keiner, nicht mal die FAZ.

Kommentare:

  1. Sie schreiben wie Matt Wagner, und das ist auch gut so. Nabokov wäre mir als tägliche Lektüre zu schwer, ich will mich hier schließlich amüsieren :)

    AntwortenLöschen
  2. Anonym07:11

    Schon seit langer Zeit hege ich den Wunsch, Sie um das schreiben eines Buches in Ihrem besonderen Stil bitten zu können.
    Leider fehlte bisher die Gelegenheit und ein Aufhänger für diese Bitte.

    Also, schreiben Sie bitte einen Roman über die verrückte Welt der Rückseite der Reeperbahn.

    Zum Gruße

    Cinema Noir

    AntwortenLöschen
  3. Anonym07:17

    Ob sich geschriebenes über einen Algorithmus berechnen lässt, halte ich für zweifelhaft.

    AntwortenLöschen
  4. Anonym 07:17, das Ganze ist natürlich ein amüsanter Spaß. Man müsste mal einen Text von Goetz eingeben und mal schauen, ob er auch so schreibt wie Goetz.

    Cinema Noir, Ihr Kommentar erinnert mich stilistisch an Döblin, aber ich kann mich täuschen.

    Zaphod, was gibt es Amüsanteres als Nabokov? Lesen Sie „Lolita“ noch mal, das ist zum Niederknien großartig.

    AntwortenLöschen
  5. Anonym08:53

    Ob Sie sich täuschen kann ich nicht beurteilen, da ich noch keines von Döblins Werken las. Aber FAZ sagte mir dieses auch, was Sie aber sicher wussten, da Sie ja auch ein aufmerksamer Twitterer sind. ;-)

    Cinema Noir

    AntwortenLöschen
  6. Mist, was hat mich verraten …?

    AntwortenLöschen
  7. Ich übrigens wie Peter Handke. Schön wärs.

    AntwortenLöschen
  8. Weshalb es mich vom Hocker haute.

    http://www.oldblog.de/?p=1367

    "Ich bin der Weizen", sinnierte oldman angesichts der Spreu.

    AntwortenLöschen
  9. Faouzi10:41

    Nachdem ich soeben erfahren habe, dass ich wie Sigmund Freud schreibe (Zumindest den ersten Teil einer längeren CD-Kritik habe ich wie er geschrieben. Die folgenden Abschnitte waren eher im Stile Nietsches, Thomas Manns und Kafkas ...), habe ich mir den Spaß gemacht, einen Freud-Text analysieren zu lassen. Und siehe da: Der schreibt wie Goethe.
    Was wohl nichts anderes bedeutet, als dass auch ich wie Goethe schreibe.

    AntwortenLöschen
  10. Goetz oder Goethe: Hauptsache Italien …

    AntwortenLöschen
  11. Anonym14:39

    Ich schreibe wie Sigmund Freud, sagt die Maschine.

    AntwortenLöschen
  12. Das hat mit Sicherheit pränatale Ursachen.

    AntwortenLöschen
  13. Nihilistin18:42

    Daraus kann man echt einen Sport machen! Meine Freundin, Franz Kafka und ich schreiben wie Franz Kafka, Rosa Luxemburg schreibt wie Schiller, Freud schreibt wie Thomas Mann, W.S.Maugham wie Abonji (werissndas?) und Balzac wie Franziska von Reventlow.

    Scheint ein Algorithmentool aus der Atari-Zeit zu sein :-)

    AntwortenLöschen
  14. Frau Nihilistin, nach Ihrer Analyse gräme ich micht nicht mehr, dass ich nicht wie Nabokov bin.

    GP, nein, wie Handke wollen Sie gar nicht schreiben. Worte wie „andersgelb“ passen nicht zu Ihnen.

    AntwortenLöschen