11 Juni 2006

Autogenes Grapschen

„Bist du dir eigentlich bewusst“, frage ich Ms. Columbo während der abendlichen Fußballübertragung mit mühsam unterdrücktem Zittern in der Stimme, „dass du momentan die gleiche Luft atmest wie Diego Armando Maradona?“
„Schon“, antwortet sie unangemessen kühl, „aber ich kann einfach sein Handspiel von damals nicht vergessen.“

Eine Antwort, die ich erst einmal verdauen muss. Ich meine: Welcher Mann, der sich für Fußball interessiert, hat schon das unfassbare Glück in Form einer Gattin, die so etwas überhaupt weiß? Wahrscheinlich nur ich. Davon unabhängig erwidere ich geduldig: „Maradona durfte das. 1986 war er Gott. Und seine Hand die Hand Gottes. Und Gott darf alles. Nicht wahr? Außerdem ging es gegen die Engländer, dann darf man das sowieso.“

Komischerweise ist Ms. Columbo nicht restlos überzeugt, weshalb mehr oder weniger ich alleine mich in der Gnade sonne, zurzeit die gleiche Luft zu atmen wie Diego Armando Maradona, der sich nur wenige Kilometer von hier im Stadion des HSV befindet, wo Argentinien gegen die Elfenbeinküste spielt.

Das Pendant zu diesem weihevollen Gefühl lieferte heute (wieder einmal) Lothar Matthäus, der auf die Frage, ob er lieber eine Frau sein möchte, antwortete: „Ich möchte nicht lieber eine Frau sein, denn dann würde ich die ganze Zeit an meinem Busen spielen.“

Gute Nacht.

(Foto: 1115.org)

Ex cathedra: Die Top 3 der Songs, in denen Hände vorkommen
1. „Northern sky“ von Nick Drake
2. „The hands that built America“ von U2
3. „Ich küsse Ihre Hand, Madame“ von Peter Alexander

Kommentare:

  1. In der Songliste fehlt "Hands Up" von Ottawan! Dass ich darauf nicht schon vor zwei Jahren gekommen bin ...

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  2. … und da waren's nur noch 37 … ;ö)

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