17 November 2010

Fundstücke (114): Antreten zum Anschauen



Die Macht der Kreditinstitute ist trotz Finanzkrise und Staatshilfen offensichtlich ungebrochen – oder sogar noch gestiegen.

Eine Mail wie heute habe ich von meiner Hausbank, der Hamburger Sparkasse, jedenfalls vorher nie bekommen. Darin werde ich in harschestem Ton (VERSALIEN!) zur Besichtigung einer Villa in Volksdorf verdonnert.

Zum Glück habe ich an dem Tag eh frei, sonst säße ich jetzt schwer in der Bredouille.

Kommentare:

  1. Ach nee, ich will nichts lesen von der Rückseite der Farmsener Landstraße.
    Völlig öde, da werden wahrscheinlich nicht mal Fahrräder geklaut. Bleiben Sie man schön da wo Sie sind.

    AntwortenLöschen
  2. Aber ich MUSS dahin! Meine Bank zwingt mich!

    AntwortenLöschen
  3. Und Sie haben noch Glück, dass Sie die Wohnung nicht gleich kaufen müssen. Unglaublich, diese aggresiven Methoden bei Immobiliengeschäften.

    Ich wäre mir übrigens an Ihrer Stelle nicht so sicher, ob Sie nicht zu beiden Terminen verpflichtet sind. Nur so aus Sorge.

    AntwortenLöschen
  4. Das sehe ich ja erst jetzt … Dann hoffe ich mal, dass ich am 10. 12. ebenfalls frei kriege. Oder ich kaufe beim ersten Termin die Villa, dann bin ich bestimmt hinfort von weiteren Zwangsbesichtigungen entbunden.

    AntwortenLöschen
  5. blogg-hittn-wirtin07:43

    Bei dem Ton, den die anschlagen, wäre ich mir nicht so sicher. Am Ende läuft es zu beiden Terminen auf (je) einen "ZWANGS Kauf" raus und dann sind Sie zwangsläufig zwei Mal stolzer Besitzer der Immobilie und müssen zusehen, dass Sie sie zwei Mal wieder verkaufen können, sonst bleiben Sie ein Mal glatt drauf sitzen und SCHON versteht man, wie es zu einem solchen Inserat kommt ... Würde da nur mit einem sehr guten Anwalt oder ein paar sehr imposanten Freunden hingehen.

    AntwortenLöschen
  6. Danke für den Rat. Ich werde mich heute im Fitnessclub schon mal der Dienste von Inkasso-Henry versichern. Mit seiner Hilfe käme man bestimmt auch locker aus jedem Kaufvertrag wieder raus, selbst wenn man ihn doppelt abgeschlossen hätte.

    AntwortenLöschen
  7. leider steht dort nicht, dass sie dem anlass entsprechend gekleidet auflaufen müssen, sonst hätten wir uns vielleicht auf ein foto von herrn matt in ZWANGSjacke freuen dürfen...

    AntwortenLöschen
  8. Ich werde Inkasso-Henry mal sekundieren. Ich meine, in seinem Alter muß man ja auch aufpassen und so.

    Die Axt nehme ich mit, um dem Verfasser des Textes eine ebenso unsinnige Leerstelle zuzufügen, wie er sie der Sprache angedeihen ließ.

    AntwortenLöschen
  9. LillaMy13:10

    Erst "schleimt" sich die Haspa mit psychologischen Tricks in die Kundenhirne (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,727293,00.html), drängelt Hamburger Schüler zu Girokonten (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,729147,00.html) und jetzt geht es zur "Zwangsbesichtigung"!!!

    Wann gibt es endlich eine Protestserie à la Stuttgart 21 gegen diesen Verein?

    Die empörte
    LillaMy

    AntwortenLöschen
  10. Ich weiß gar nicht, warum alle immer nur das Schlechteste annehmen?

    Vielleicht handelt es sich lediglich um eine Besichtigung, geleitet von einem sehr netten, sympathischen Herrn mit Namen "Zwangs"?
    Der Arme musste sein ganzes Leben lang schon genug Spott und Hohn einstecken. Harmlose Begriffe wie "Zwangs Heirat" oder "Zwangs Vorstellung" erfuhren durch seine hämisch wiehernden Kollegen einen mehr als negativen Beigeschmack.
    Zwangs Pausen, Zwangs Krankheit oder Zwangs Lachanfälle - nichts war den feinen Herren Kollegen heilig und landete prompt auf dem Altar der Wortverdrehung.
    Und jetzt hacken Sie auch noch auf ihm herum.
    Irgendwann ist mal Schluss, wie soll der gute Mann das denn aushalten???

    AntwortenLöschen
  11. Bemerkenswert finde ich eher das Preisniveau: 114000 Euro! Für eine Villa mit drei Wohneinheiten! Dafür bekommt man in auch nur halbwegs akzeptabler Innenstadtnähe doch noch nichtmal eine 40-Quadratmeter-Wohnung mit verschimmeltem Bad. Das ist ein Schnäppchen!
    (Oh, jetzt lese ich erst: Es geht um nur eine Wohnung in der Villa. Wahrscheinlich mit verschimmeltem Bad. Doch kein Schnäppchen.)

    AntwortenLöschen
  12. Zahnwart, ich werde das Bad genauestens in Augenschein nehmen. Wo ich schon mal da sein werde, äh muss.

    Anna, der Mann kann ja Amok laufen zur Kompensation, statt Villenbesichtigungen anzuberaumen.

    LillaMy, es gibt in der Tat immer mehr Argumente, die Hausbank zu wechseln. Haben Sie einen guten Tipp?

    GP, Sie hätte ich selbstverständlich auch noch angesprochen in besagter Angelegenheit. Obwohl ich das Gefühl habe, Sie sind zurzeit recht ausgelastet.

    AntwortenLöschen
  13. Matt, ich bitte Sie! Für Sie würde ich doch selbst einen Kurzarmhemdträger am Leben lassen. Naja. Meistens. Manchmal. Wenigstens einmal irgendwann.

    AntwortenLöschen
  14. Einmal haben Sie schon. Mich.

    AntwortenLöschen
  15. blogspargel16:22

    Also ich glaube, Sie haben uns die obere Hälfte der Mail unterschlagen, wo da stand:

    Leiden Sie an Cenophobie, Chromophobie oder Domatophobie? Dann laden wir Sie herzlich ein zu unserer ..... (der Rest s.o.).

    Wie sind Sie in den Verteiler der AA (Anonymen Angsthasen) gerutscht?

    AntwortenLöschen
  16. Joshuatree00:54

    Wahrscheinlich würde Ihnen während der Zwangsbesichtigung das Fahrrad geklaut.

    AntwortenLöschen
  17. Anonym15:32

    Ich empfehle als Vertretung (natürlich mit dem Fahrrad) German Psych samt seinem persönlichen Waffenarsenal zu schicken, mit den Worten: Jetzt hat Herr. M. eine Zwangsneurose!
    LG von Frau-Irgendwas-ist-immer

    AntwortenLöschen
  18. Ist voll nett von Bank!
    SIE wissen doch sonst gar nicht, dass da schöne Wohnung frei wird. Wohnung kostet nicht billig, musst du handeln! Und musst du Bruder oder Cousins bei Besichtigung mitnehmen,können auf Fahrrad gucken und aufpassen, dass die Ihnen nicht mit Versalien schießen oder stechen (Kenne ich diese Waffe nicht).

    AntwortenLöschen
  19. Ich krieg die Krise, Sie können also DOCH kommentieren!

    AntwortenLöschen