26 März 2008

Unter Beschuss

Jeder Kleiderkauf ist nichts anderes als ein Versprechen an den eigenen Körper, ihn in der nächsten Zeit keinen besonderen Verformungen auszusetzen.

Wenn wir – wie in den vergangenen Tagen – bei der Familie in Hessen sind, ist ein solches Versprechen gleichsam unter Artilleriebeschuss. Denn wir sehen uns einem Trommelfeuer kulinarischer Angebote ausgesetzt.

Man bombardiert uns schon zum Frühstück mit Bergen von Brot und Brötchen, Käsesorten sonder Zahl, zu schweigen von Schinken, Räucherlachs und Aufstrich. Und dort, wo wir Deckung vermuten, geraten wir augenblicklich ins Sperrfeuer der Auflauf- und Dessertangebote.

Die Flucht ins Freie wäre eine Option, doch nur eine theoretische: ein massiver Wintereinbruch hier am Fuß des Westerwalds kettet uns unerbittlich ans Haus. Wir haben also nur die Wahl zwischen Schlaraffenland und Stalingrad – und natürlich der Flucht ins kulinarisch befriedete Hamburg.

Dort werden wir sofort testen, ob noch alle Hosen passen.

Kommentare:

  1. Olaf18:52

    Na, Herr Matt -
    sind Sie schon angekommen ? Um

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  2. Anonym22:50

    muss man sich als Blogger denn gar nicht abmelden, kalter Entzug nach monatelanger Gewöhnung ist schon sehr hart Herr Matt!!!

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  3. Wer bekommt eigentlich jetzt den ganzen übrig gebliebenen Kuchen?

    Neben meiner Hamburger Agentenfamilie vermisse ich ihn am meisten.

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  4. Olaf: ja.

    Anonym: Ein „Anonym“ hat keinerlei Anrecht auf irgendwelche Erklärungen.

    Wo der Kuchen bleibt, Herr elder blogman, frage ich mich auch oft. Am Ende ist er jedenfalls weg. Wahrscheinlich von Aliens entführt.

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  5. German Psycho05:40

    Letztlich ist das doch nur die erweiterte Version von „fishing for compliments”, oder, lieber Matt?

    Nein, Sie sind nicht zu dick. Ganz sicher nicht. Und wenn doch, dann kann ich Ihnen ja immerhin meine Anzüge überlassen, aus denen ich sicherlich rausgewachsen sein werde, wenn ich hier aus dem Schlemmerparadies heraus bin.

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  6. Na, na … Ihr Kalorienverbrauch dort drüben scheint doch ganz ordentlich zu sein, nach allem, was man so liest.

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