05 März 2008

Aus dem Hirn eines Irren

Wir flanieren durch den Pennyladen in Ottensen, wo ich damals über Mittag die Schokolade in der Kühltruhe versteckte, doch das wochenaktuelle Angebot ist kreuzerbärmlich.

Ich meine: Wen will Penny mit einem Handrührer für Farbeimer becircen?

„Alle Zeichen stehen auf Frustkauf!“, flucht der Franke. Als ich einwende, Penny sei ja wohl als unmittelbare Ursache für dieses zwar kapitalismusfreundliche, ansonsten aber recht charakterlose Gefühl kaum der richtige Laden, um ihm sofort nachzugeben, reagiert er überraschend.

„Nein!“, ruft er nämlich, „ich muss Penny sofort mit einem Frustkauf bestrafen!“


Diese Logik entspringt unzweifelhaft dem Hirn eines Irren. Gleichwohl setzt der Franke sie sofort in eine Handlung um, und wenige Sekunden später legt er eine Fünferpackung Snickers aufs Kassenband.

Wovon ich später nicht einen einzigen kreuzerbärmlichen Riegel abkriege.


Kommentare:

  1. DJ Brutalo09:21

    warum? Haben Sie eine Erdnüssliallergie?

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  2. Amber12:04

    Oh, ein Snickers wäre jetzt auch sehr lecker ;-(

    Der Farbquirl hängt mit dem Frühling zusammen. Und auch damit, dass so Leute wie ich da, wo andere sich mit dem Frühjahrsputz begnügen gern dem Renovierwahn erliegen ...

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  3. dein_koenig17:38

    So eine Behandlung hast Du nicht verdient! Sag dem Franken das und da kann er sich was einfallen lassen um das wieder gut zu machen.

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  4. Olaf19:39

    Herr Matt,
    und dabei mögen Ms. C. und Sie doch Snickers.
    Was ist das bloß für ein Mensch, dieser Franke ?

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  5. DJ Brutalo, wäre ich allergisch gegen Erdnüsse, hätte ich wohl kaum so viel Bedauern mitschwingen lassen, hm?

    Amber, Sie können noch immer kein Snickers essen? Oder liegt es an mangelnder Gelegenheit? Vielleicht sollte ich Sie mal mit dem Franken zusammenbringen.

    dein_koenig, Olaf: Gleich morgen werde ich dem Franken Ihre solidarischen Beschwerden vortragen. Vielleicht erweicht das sein hartes Herz. Obwohl die Chancen klein sind, sehr klein.

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  6. Olaf09:06

    Herr Matt,
    halten Sie durch, geben Sie nicht auf, die Hoffnung stirbt zuletzt. Manchmal brauchen extreme Menschen extreme Ereignisse, um zu grundlegenden menschlichen Einsichten zu gelangen. Und eine davon ist diese: Hast Du fünf Snickers, gib' zwei davon ab.
    Beschämen Sie ihn. Schenken Sie ihm erfüllt von Vergebung das Buch "Die kleinen Leute von Swabedoo", er wird zu Tränen gerührt sein, sein Leben noch einmal (zum ersten Mal ?) überdenken und es Ihnen schließlich danken.
    Und dann werden Sie jeden Morgen an Ihrer Wohnungstür zwei Snickers finden.
    Das ist dann wahre Katharsis, ein echter Sieg der Kultur.

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  7. Ich würd ihm die ja einfach aus der Hand reißen. Auch auf die Gefahr hin, dass ich ein Kulturbanause bin.
    Na und?
    Ich meine, wir reden hier von fünf (!) Snickers (!!) für eine (!!!) Person (!!!!!).

    Anna, futterneidisch

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  8. Ja, aber es handelt sich hier um DEN FRANKEN. Fünf Snickers sind ihm in manchen Situatonen gerade mal eine Zahnfüllung.

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  9. Olaf18:22

    Herr Matt,
    geben die DEM FRANKEN das hier zu lesen.

    http://www.sagen.at/texte/maerchen/maerchenbeitraege/swabedoo.html

    Das ist mehr, als in einen Zahn hineinpaßt.

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  10. Solidarität mit dem Franken! Wollja!
    Wo komm wer denn da hin, wenn man immer alles teilen soll. Und 5 Schniggers lassen sich ja auch einfach nicht teilen. Worauf sich mir die Frage stellt, warum bestimmte Konsumartikel immer in ungerade Zahlen abgepackt werden.... eventuell, damit das Teilen schwer fällt?

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