10 März 2007

Birnen zu Eierbechern! (2)

Zwei Dinge im Zusammenhang mit dem Eintrag von vorgestern sind geradezu erschütternd. Zum einen der abgebildete echte Haushaltstipp, der in der aktuellen Ausgabe der „Frau von Heute“ auf der gleichen Seite steht wie mein gefälschter.

Wenn so etwas als ernsthafter Vorschlag unzensiert abgedruckt wird, brauchen wir uns um Fakes nicht mehr zu bemühen. Mit saurer Milch Kacheln putzen! Und danach nur noch mit Nasenklammer durch die Wohnung stromern, oder was?

Ja, das hat mich erschüttert. Und der Anruf bei meiner Mutter auch. Ich erzählte ihr fairerweise von meinem kleinen Scherz in ihrem Namen (Düngen mit Salatabtropfwasser, haha!), zumal sie ja die bald eingehenden zehn Euro Honorar richtig einstufen soll, und was antwortete sie? „Na hör mal, das mache ich schon immer so!“ Ich bin zerschmettert.

Nach diesen beiden Erschütterungen halte ich es jetzt auch für denkbar, bei der „Frau von Heute“ mit Boschs hintersinnigem Vorschlag aus den Kommentaren zum letzten Beitrag durchzukommen:

„Spinat schmeckt übrigens wesentlich besser, wenn man ihn kurz vor dem Servieren durch frittierte Pommes ersetzt.“

Kommentare:

  1. Stefan16:53

    Ich gebe zu, ich habe mir gestern einige dieser Tipps in der Frau von Heute angesehen und dachte nur, wie leicht man doch an 10 Euro kommen kann. Am simpelsten war der Vorschlag, wenn der Spiegel im Badezimmer beschlagen ist, diesen mit einem Fön erwärmen. Ich dachte immer, Leistung ist es, die sich lohnt. Aber hier kann man offensichtlich auf einfachste Weise sein Taschengeld aufpeppen. Und ich Dussel gehe regelmäßig zum Blutspenden...

    Schlussendlich denke ich, diese Art der Tipps sind nichts weiter als ein billiges Kundenbindungsprogramm. Tipp einschicken, ein paar Wochen warten und aufgeregt jede Ausgabe durchblättern, irgendwann erscheint der Tipp und man behält die jeweilige Zeitschrift in guter Erinnerung. Ach ja, ich habe mal einen Witz an die Hörzu (oder TV Hören und Sehen?) eingeschickt, als ich noch jung war und das Geld brauchte. Damals gabs glaube ich 10DM. Beweisen kann ich es allerdings nicht.

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  2. @ Stefan:

    Blutspenden darf ich leider nicht wegen einer Blutnarbe. Haben Sie keine Adresse für Samenspender?

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  3. Was in Draculas Namen ist eine „Blutnarbe“??

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  4. Es scheint als wären Sie nicht der einzige Haushaltstipfälscher, mein bester Herr Matt. Manch einer sitzt vielleicht auch in der Redaktion der "Frau von Heute" selbst und denkt sich neben immer neuen Diäten, Psychotests und Horoskopen eben auch abstruse Haushaltstips aus, wenn die Pressemitteilungen der Kleiderfabrikanten redigiert und eingepflegt sind.

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  5. Stefan09:26

    @Opa,

    aufgrund meines fortgeschrittenen Alters ist Samenspende für mich uninteressant. Ich glaube, die Altersgrenze liegt irgendwo bei mittig 30 und ich bin 41. Aufgrund deines Namens würde ich sagen, der Zug ist abgefahren. Aber luktrativ ist Samenspende allemal. Irgendwas zwischen 300 und 500 Euro, glaube ich. Porno incl.

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  6. Anonym09:25

    tönen schuten gag!

    na matt, was hab ich gesagt - wenn solche tippgeber erstmal dein blog entdecken biste die cd-sammlung los ;)

    andererseits: wer solche tipps ernst nimmt oder gibt (nichts gegen deine mutter) wird vermutlich mit deinen cds nix anzufangen wissen.

    bis denne
    blondyonly

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  7. @ Dracula

    Neben knallhartem Tripper Marke "Marrakesch" gibt es noch etwas unangenehmere Souvenirs (nicht nur) unter Seeleuten, die zwar mit "Penicillinkuren" ausgeheilt werden können, aber eine sogenannte Blutnarbe hinterlassen und auf Lebenszeit Blutspenden ausschliessen.

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  8. bosch11:11

    Duschvorhänge schimmeln übrigens noch schneller, wenn man sie nach dem Duschen eng zusammenschiebt.

    Viel Spaß und Erfolg!

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  9. „Frau von Heute“ schlägt zurück:

    „Lieber Herr Wagner - besser lieber Web-Scherzbold,

    wir freuen uns natürlich immer über Publicity - und somit auch Ihnen herzlichen Dank für die Erwähnung auf Ihrer Seite. Wir sind natürlich begeistert über diese Art von journalistischem Coup, den Sie da gelandet haben. Alle Achtung! Sie benutzen den Namen Ihrer Mutter - wow - und schicken einen fingierten Lesertipp, der - unglaublich - falsche Inhalte enthält. Und unsere Redaktion fällt darauf herein - was für ein Demaskierung. Wir sind zwar der Meinung, Journalisten sollten sich vielleicht eher undercover um gesellschaftlich relevante Themen wie Rechtsradialismus und Antisemitismus kümmern - aber das ist ja alles Geschmacksache.

    Davon mal abgesehen, dass der Tipp gar nicht so abwegig - fragen Sie mal Biobauern -, haben die Kolleginnen die Fakten sehr wohl gegengecheckt. Vielleicht war es sogar Ihre Lebenspartnerin, die ja gelegentlich bei uns u.a. zum Checken von Fakten gegen Bezahlung tätig ist. Ein böser Schelm, der jetzt vielleicht denkt, Ihre Partnerin hat da vielleicht...damit Sie eine gute Story...Nein, so hinterhältig wollen wir nicht denken. Wie Sie aber durch Ihre Partnerin wissen, wird hier sehr ernsthaft und gewissenhaft journalistisch gearbeitet.

    Nun wollen wir kein Spielverderber sein, wenn Sie und Ihre Fans Spaß daran haben, uns fingierte Haushaltstipps zu schicken - nur zu. Nur werden wir leider das nicht honieren können, wie im übrigen bei Ihrer Mutter auch nicht. Der musste wir leider die wahren Hintergruünde kurz schriftlich mitteilen. Stattdessen spenden wir das Gled für einen riesigen Sack Rauke - zum Ausprobieren des Tipps. Bringen wir auch ins Haus.

    Dieses Mail dürfen Sie im übrigen gern Ihrer werten Leserschaft zugäglich machen - in Sachen Wahrheitsfindung. Nur wenn Sie unseren Titel benutzen, eine kurze Rücksprache - dann geht das schon in Ordung.

    Es grüßt Sie kollegial

    Christian Personn
    Chefredakteur

    FRAU VON HEUTE“

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  10. Olaf22:34

    Sollte das jetzt echt sein ?

    Ich glaube nicht, daß das von diesem Chefredakteur stammt...

    Olaf

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  11. Das glaub ich aber für dich mit.

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  12. Olaf21:34

    Matt -

    das ließe sich herausfinden. Wenn "Personn" hier tasächlich herumgeistert, dann weiß er auch von "Birnen zu Eierbechern 1" und würde meinen dort vorgeschlagenen Leserinnenbrief auch nicht veröffentlichen lassen in der "Frau von heute".
    Oder etwa doch ? Um uns alle zu verwirren und zu täuschen ?
    Das ist das perfide an dieser Welt...

    "The world is full of trickery" (Desiderata)

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  13. Anne14:10

    Hallo alle zusammen,
    mein Name ist Anne und ich bin aktive Leserin dieses Blogs, da ich in der Talstraße wohne und immer gerne neue Geschichten aus meinem Stadtteil höre.
    Dummerweise bin ich auch Redaktion-Praktikantin bei der "Frau von Heute". Ich war diejenige, die den Beitrag gefunden und an Herrn Personn weitergeleitet hat. Immerhin hängen an der Glaubwürdigkeit unseres Blattes hier viele Jobs und trotz großer Sympathie gegenüber Matt fand ich es richtig meine liebgewonnenen Kollegen vor solchen Dingen zu schützen. Ich hoffe auf Verständnis und auch darauf, dass so etwas nicht noch einmal passiert. Werde natürlich weiterhin jede Neuigkeit im Blog verfolgen.
    Best Greetz from a native Paulianer.
    Anne

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  14. Liebe Anne, was im Internet veröffentlicht wird, kann selbstverständlich auch jedermann zugänglich gemacht werden – das liegt in der Natur der Sache. Also: kein Problem.

    Und es ist auch sehr honorig, das Kollegium in Schutz zu nehmen. Dazu gehört ja von Zeit zu Zeit auch Ms. Columbo – was einfach nur beweist, wie rücksichtslos sich oftmals mein Humor äußert.

    Da dies eher eine Wesensart als eine Angewohnheit ist, kann ich meine Hand für mein künftiges Ich leider nicht ins Feuer legen …

    Aber wie ich Herrn Personn schrieb: Alles entwickelt sich nur weiter, wenn es gefordert und auf die Probe gestellt wird - ob es sich um das Immunsystem handelt oder eine Haushaltstippsredaktion …

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