04 Juli 2010

Getting high on Low



So grobschlächtig und -gestrickt die englische Boulevardpresse auch ist: Mich als Kalauerfan (Was hat man nach schlaflosen Sabbelnächten im Web? Einen Chatlag …) erfreut sie doch immer wieder.

Die Sun, so was wie die englische BILD-Zeitung, glänzte heute nach dem grandiosen deutschen Kantersieg gegen Argentinien mit der wieder mal clever erfundenen und – wie es sich gehört – unübersetzbaren Doppelbedeutung „Not even Klose“.

Die Argentinier waren also nicht mal nah dran am Sieg, und zwar wegen Miro – gut gelöst, Sun.

Ein bisschen schade ist es natürlich, dass sie keine Umlaute können, die Briten. „Jogi Low“ klingt dadurch despektierlicher, als es wahrscheinlich gemeint ist. Wortspiele mit „Low“ sind der Sun aber bisher noch nicht eingefallen; dazu müsste das deutsche Team wohl erst mal verlieren. Andererseits wäre ein die hiesigen Fangefühle trefflich beschreibendes „Getting high on Low“ schon jetzt überaus angebracht.

Es gibt übrigens auch sehr alberne Kalauer. Wie z. B. konnte man ca. 1970 Platten mit Hippiemusik guten Gewissens beschreiben? Ganz klar: als Fixvorlagen …
--> Die beliebtesten Tags: Brief | Bus | Einzelhandel | Franke | Fußball | Obdachlose | Panne | Reeperbahn | Sex | Skurriles | Sprache | St. Pauli | Typen

Kommentare:

  1. Anonym09:23

    Noch mehr gefreut haben sie dich englischen Kalauerer nur über Stefan Kuntz. Es wird seine Gründe gehabt haben, dass im Video zu Three Lions von den Lightning Seeds die Hälfte der Spieler "Kuntz" heisst.

    AntwortenLöschen
  2. Anonym11:00

    Kein Kalauer, aber trotzdem sehr schön von der Berliner Morgenpost:
    http://twitpic.com/21ztpj

    AntwortenLöschen
  3. Großartige Idee der Berliner Mopo! Musste ich gleich in einem eigenen Beitrag verbloggen.

    Ja, „Kuntz“ war zweifellos ein Glücksfall für die Engländer. Aber nicht aufm Platz.

    AntwortenLöschen
  4. pah, das steak & besteckbild kursierte schon vor einer woche in facebook, da sieht man wieder, dass print einfach nur von gestern ist. selbst das vom bildblog (online) lancierte "schland gottes" fand erst mit verzögerung den weg über ideenlose redaktionen des auslandes, übrigens ohne quellenangabe - schand gottes! - auf die titelseiten.

    AntwortenLöschen
  5. Ums Tempo geht’s (mir) doch gar nicht. Die Idee ist klasse, das zählt.

    AntwortenLöschen
  6. Außerdem wurde der Entwurf erst durch den deutschen Sieg relevant. Vorher war das einfach nur billige Hybris.

    AntwortenLöschen