26 Juli 2006

Seyfried stinkt!

Den Comiczeichner Gerhard Seyfried (Foto: Eichborn) schätze ich schon seit damals, wenn nicht noch länger. Wie der altgediente Apo-Cartoonist seine vollverfilzten und haschsedierten Hausbesetzer „Haut die Bullen platt wie Stullen!“ säuseln ließ, wie er die Ordnungsmacht als putzig und verbalbehindert veräppelte („Pop, Stolizei!“): Das war so subversiv wie superlustig.

Jetzt allerdings leistet sich der Altlinke einen unfassbaren Ausrutscher, der mich an seinen politischen – und vor allem: ethischen – Maßstäben zweifeln lässt. In seinem Blog unterm Dach der taz veröffentlichte Seyfried vor einigen Tagen eine Karikatur zur Rechtschreibreform, die er gemeinsam mit Ziska Riemann bereits 1999 verfasst hatte. Damals wollte sie niemand veröffentlichen, und ich kann verstehen, warum. Statt sie einsichtig in die Tonne zu treten, hält Seyfried die Gelegenheit einer Veröffentlichung inzwischen wieder für günstig. Schließlich hat er sein eigenes Blog, und da kann er ja machen, was er will.

Die Zeichnung möchte ich aus nachvollziehbaren Gründen hier nicht zeigen, daher eine kurze Beschreibung: Zu sehen ist ein Scheiterhaufen aus brennenden Duden, und darunter steht der unfassbare Kalauer: „Die Endlösung der Dudenfrage“.

Wie kommt der Mann bloß auf so einen Irrsinnsvergleich?


Das schrie natürlich nach einem Kommentar. Doch leider hat Seyfried bisher nicht die cojones, meinen kurzen Text auch freizuschalten. Deshalb steht er jetzt hier: „Ich bin ja nicht zimperlich, aber das finde ich völlig daneben – einfach, weil die Zeichnung letztlich den Holocaust verharmlost, indem sie ihn kalauerisierend für so etwas vergleichsweise Läppisches wie die Rechtschreibreform heranzieht. Du stinkst, Mann.“

Und das tut er wirklich. Riecht ihr's auch?

Kommentare:

  1. Es ist hart an der Grenze, das stimmt. Allerdings assoziere ich die Zeichnung nicht mit dem Holocaust, eher mit der Bücherverbrennung durch die Nazis.

    Es ist mehr der Text, die Verwendung des Wortes "Endlösung" in Verbindung mit dem Reim Duden auf Juden, was solches nahelegt.

    Die alte Frage, wie weit darf Satire gehen?

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  2. Man kann sich auch ein bisschen anstellen, ne? Falscher Fuß gewesen, heute morgen?

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  3. Opa, Text und Bild gehören ja untrennbar zusammen. Es ist genau die Kombination, ich so unsäglich finde und die eine Verharmlosung des Holocaust bewusst in Kauf nimmt. Natürlich darf Satire das; ich werde den Teufel tun und für ein Verbot plädieren. Nein: Was mich so bestürzt hat, ist die bittere Erkenntnis, dass mein alter Held Seyfried sich wegen eines billigen Kalauers auf dieses sumpfige Niveau herablässt, in dem auch Rechte gern waten.

    David, ich glaube, zu meiner Kritik stehe ich auch heute Abend noch. Und morgen früh. ;-)

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  4. Ich stimme Ihnen voll zu, Matt. Natürlich - um die alte Frage mit der alten Antwort zu belegen - darf Satire alles. Die spannende Frage aber ist doch, was der Satiriker eigentlich ausdrücken will! Er darf alles sagen, alle Ausdrücke benutzen, alle Metaphern vor sich herschieben, alle Bilder zeichnen. Wenn (!) denn diese zum Erreichen der Aussage beitragen.

    Hier aber sind die Mittel der Zweck. Der Humor entsteht nur dadurch, daß das letzte verbleibende Tabuthema unserer Gesellschaft (Nationalsozialismus) eingesetzt wird, um einen sehr banalen und an sich kaum besonders für Satire geeigneten Vorgang zu illustrieren.

    Und Matt hat ja völlig recht: Dieser Mann verharmlost damit die Shoa, indem er sie auf eine Stufe mit einer Rechtschreibreform stellt. Zwar aus vorgeblich satirischen Gründen - aber mal ehrlich: Wenn der vorgeblich karikierte Grund so banal ist, daß er ohne den Einsatz einer Massenmordmetapher nicht lustig dargestellt werden kann, dann muß das Ziel ja das umgekehrte sein: Das benutzte Bild dadurch abzuwerten, indem man es in diesem Zusammenhang benutzt.

    Oder kurz gesagt: Dieser Herr müßte sich phantastisch mit Heidemarie Wieczorek-Zeul verstehen

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  5. Ich habe dort jetzt auch einen Kommentar geschrieben. Wird sicherlich auch nicht veröffentlicht:
    "
    Ein Satiriker, der Kritik an den eigenen Zeichnungen im Blog nicht veröffentlicht (Matt Wagners Kommentar)? Wie peinlich…

    Aber ich möchte Ihnen gerne noch ein paar Anregungen für weitere Satiren liefern:

    - eine große Gaskammer, vollgestopft mit Juden, darüber das Bild “Arbeit macht frei” als Anprangerung der Arbeitslosigkeit
    - Photos von Folter in Ruanda, dazu die Frage “wer hat Angst vorm schwarzen Mann” als Erinerung an die Kandidatur Edmund Stoibers
    - Bilder des Kampfes um Berlin, im Hintergrund brennender “Führer”: Zum x. Geburtstag Darwins.
    "

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  6. Mal ehrlich - ich finde den Vergleich zwar böse und fies und politisch sicher nicht korrekt, aber er ist gut :D

    Die Nazis haben Bücher verbrannt. Die Nazis haben gleichberechtigte Mitbürger nicht arischer Herkunft, die einer religiösen Minderheit angehören getötet. Man kann sich durchaus wünschen, dass sie den Duden da gleich mitverbrannt hätten - und man muss sich vor Augen halten, dass die Karikatur zwar eine Wortspielassotiation mit der Shoa nahelegt, aber dass es letztendlich "nur" um eine Bücherverbrennung geht. Schlimm genug, aber es sind nur tonnenschwere Nachschlagewerke voller Grammatik und Rechtschreiberegeln.

    Wenn die Duden Kipas getragen oder lange Nasen gehabt hätten oder sonst ein gleichberechtigtemitbürgernichtarischerherkunftdieeinerreligioesenminderheitangehoerenklischee erfüllt hätten, wäre es etwas anderes gewesen. Aber so?

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  7. Ich stimme GP zu.

    So manch Altlinker kommt im Alter auf seltsame Ideen. Vielleicht wurde er von Horst Mahler sogar inspiriert?

    Ja, es stinkt gewaltig.

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  8. Antisemitismus in der extremen Linken ist nicht neu. Denken Sie nur daran, wie nahe sich einmal Hitler und Stalin standen.

    Trotzdem vermute ich andere Beweggründe:

    Lieber einen guten Freund verlieren, als auf eine gute Formulierung verzichten. (Tobias Inderbitzin)

    Und "gut" ist eben eine Frage des Geschmacks.

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  9. vivec: Die "Endlösung der Dudenfrage" ist eindeutig. Da ist weder etwas zu deuteln noch zu interpretieren. Die angebliche Karikatur besteht aus Bild UND Bildunterschrift.

    Aber sagen Sie mir doch bitte mal konkret, was der vorgebliche Satiriker damit anprangern will! Was ist denn nun am Duden so sehr zu kritisieren, daß man gleich die Ermordung von 6 Millionen Menschen heranziehen muß, damit die Aussage lustig (!) wird?

    Ich kann jederzeit Herrn Walter Moers und seine "Adolf"-Comics bewundern, in den Himmel loben und mich darüber kaputtlachen. Es ist nicht so, daß ich panisch reagiere, wenn ich Satire über, um oder mit Hitler sehe. Aber wenn sie Selbstzweck ist, keine Aussage hat (und somit eigentlich auch gar keine Satire ist), dann empfinde ich das als Verharmlosung, als revisionistisch, als rechtsextrem.

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  10. 1. Auch bei den Bücherverbrennungen der Nazis ging es nicht "nur" um Bücherverbrennung. Es ging darum, Stimmen der Vernunft und der Wahrheit zum Schweigen zu bringen. Es ging darum, den Geist der freien Kritik auszumerzen.

    2. Die Rechtschreibreform wurde nicht vom Duden beschlossen.

    Herrn Seyfried, dessen Anarcho-Comics ich auch immer schon großartig fand, dürfte beides bekannt sein. Ist also die Frage: Was will er mit der Satire eigentlich sagen, bzw: wen greift er eigentlich an? Der Duden kann es (siehe 2.) eigentlich nicht sein. Und er selbst kann sich eigentlich auch schlecht mit den Nazis auf eine Stufe stellen wollen. Kann es also nicht auch sein, dass er mit dieser Satire die Krakeler anprangert und in die Nazi-Propagandaecke stellen will, die völlig überzogen gegen eine im Kern gar nicht mal so dumme Reform in den Kreuzzug ziehen? Insbesondere wenn man sich vor Augen hält, dass es sich dabei hauptsächlich um den *Tusch* Springer-Verlag handelt?

    Wobei ich zugeben muss, dass seine Erklärung diese These nicht unbedingt überzeugend stützt. Zu bedenken geben möchte ich es trotzdem.

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  11. Sicher ist es sinnvoll, Seyfried keine böse Absicht zu unterstellen und zu versuchen, "das Werk" anders zu sehen und zu erklären.

    Ich tue mich damit aber sehr schwer, so lange der gute Mann keine demokratisch legitimierte Kritik und keine Diskussion in seinem TAZblog zulässt. Diese Komponente macht mir fast noch mehr Sorgen, als diese dümmliche Karikatur.

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  12. "Ich will garnicht wissen, wie Herr M. Friedmann, damals noch als Ober-Moralprediger der Deutschen, reagiert hätte"

    Aber solche Kommentare läßt die TAZ zu. In denen recht offen ein gepflegter Antisemitismus durchschimmert.

    Aber die TAZ muß ja wissen, welche Art von Zensur sie ausübt. Im Grunde genommen gar nicht überraschend: Wenn eine Zensur von Beiträgen überhaupt stattfindet, dann ist es auch irrelevant, welche Meinungen unterdrückt werden.

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  13. Anonym14:09

    Na, wenigstens mein Kommentar ist bis jetzt drin geblieben.

    Sedierte Grüße

    Narco

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  14. Ich bin nicht ganz sicher, wer die Kommentare im zeichenblog moderiert. Vielleicht ist es ja auch Seyfried selber. Anfangs dachte ich, er sei vielleicht im Urlaub und habe keinen Zugriff. Heute aber wurde ein neuer Kommentar freigeschaltet, der immerhin schon auf den antisemitischen Subtext eines anderen Kommentators (siehe auch das Zitat von German Psycho oben) hinweist.

    Doch mein und GPs Kommentar sind dort noch immer nicht zu lesen. Das scheint in der Tat inhaltliche Gründe zu haben.

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  15. @Narco: Meiner hat es auch geschafft. Und schon kommt, was kommen musste: Der erste Idiot kommt mit der Meinungsfreíheits-Keule.

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  16. Man sollte ihn auf die Meinungsfreiheit in dem Blog aufmerksam machen... so ne Keule kann man ja auch gut umkehren.

    Glücklicherweise erkennt man diejenigen Arschlöcher, für die Meinungsfreiheit nur für die eigene Meinung gilt, sehr schnell am Gebrauch des Wortes. Bei diesem Deppen dort ist es doppelt einfach: Er begreift noch nicht einmal die Bedeutung des Wortes.

    Gut, daß Sie ihm das erklären konnten, Ramses :-)

    Matt: Ich fühle mich durchaus geehrt, wenn ich von Nazis (oder Kommunisten) zensiert werde. Sie doch auch, oder?

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  17. Nein, nur durch Nazizensur fühle ich mich geehrt. Bei den Kommunisten überwiegt die Trauer über eine verlorene Utopie.

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  18. Ach ja richtig. Ich vergaß. Meine Meinung kennen Sie ja: Jede Utopie, die irgendeine Art von Gemeinschaftsgefühl höher bewertet als persönliche Freiheit, ist mir zutiefst suspekt.

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  19. Ich weiß. Spätestens seit Ihrer Eloge auf Westerwelle. ;-)

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  20. Ich habe mir erlaubt, einen Freund aus dem Duden-Verlag (Kommunikationsabtlg.) in Mannheim auf diesen "Karikaturblog" hinzuweisen. Die Leute dort sind irritiert, wenn ich das mal so formulieren darf, und werden sich darüber beraten.

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  21. Weltregierung16:23

    Is halt sachlich nicht ganz treffend, was er da verband.

    Aber da ja schliesslich niemand beabsichtig einen Duden-Schieterhaufen
    zu errichten - seh ich´s gelassen.

    Träume ich doch noch immer von der Headline: REICH INS HEIM! über einem privaten Altersvorsorge-Anbieter.

    Geht nicht gibt´s nicht.

    Ich finds nicht wirklich gut,
    noch wirklich schlimm.
    Allerdings verband mich auch keine
    Bewunderung für Frühwerke mit dem Macker.

    - SoSiehtsAusregierung

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  22. Also Opa in seinem schlichten Gemüt fand die Titanic/Beck Geschichte härter und hat sie trotzdem nachgedruckt.

    Ohne Matts Worte wäre ich selbst niemals auf eine Verbindung zum Holocaust gekommen. Aber ich bin nun eben nicht besonders feinfühlig. Wäre ich Jude, würde ich vielleicht anders denken. Aber auch nur vielleicht.

    Ich bin nicht hundertpro sicher, ich meine Werner Schneyder meinte einmal sinngemäß: Die beliebteste aller Lösungen ist nun mal die Endlösung.

    Scheiterhaufen assoziere ich eher mit Hexenverbrennung oder Ku Klux Clan, also religiösem Fanatismus oder Rassismus.

    Es war doch ein längerer Weg von brennenden Büchern bis zu Gaskammern.
    Und verbrannt wurden nicht nur die Produkte jüdischer Schriftsteller.

    Ich sehe auch in der Unterdrückung von Matts Kommentar das eigentliche Problem.

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  23. Aber die Bildunterschrift "Endlösung der Dudenfrage" haben Sie schon gelesen, oder?

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  24. Anonym20:31

    Merkwürdig - meinen Kommentar haben sie freigeschaltet. Dabei war "Du stinkst,Mann" viel treffender.
    Edgar D.

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  25. Ich warte noch auf die Freischaltung meines Beitrags zum Thema Tucholsky- Zitat dort. Vielleicht werde ich auch gleichgeschaltet, sprich gelöscht.

    Ich finde, so richtig unanständig zynisch wird es, wenn Leute Tucholsky mit "Satire darf alles" dort im gegebenen Bildzusammenhang zitieren und vergessen, dass seine Bücher von den Nazis verbrannt wurden ...

    Nein, das hat Tucholsky nicht verdient ...

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  26. Opa, das entscheidende ist wirklich der Kalauer unterm Bild. Seyfried konnte darauf setzen, dass jeder sich an die Wannseekonferenz erinnert fühlt, wo führende Nazis den Holocaust beschlossen haben; im Konferenzprotokoll wird das als „Endlösung der Judenfrage“ bezeichnet. So haben wir's in der Schule gelernt, so steht es in den Geschichtsbüchern. Seyfried wollte genau dieses Zitat beerben und für seine Karikatur nutzbar machen. Und das ist - jenseits aller Geschmacksfragen – einfach nur perfide und armselig. Die Bücherverbrennung ist wirklich nicht das Kernproblem seiner vollkommen idiotischen Idee.

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  27. Wenn Seyfried mit diesem Cartoon bezwecken wollte, dass (einmal mehr, gähn) über die Rechtschreibreform diskutiert wird, so ist das in die Hose gegangen. Wenn er erreichen wollte, daß über Bücherverbrennungen und/oder den Holocaust diskutiert wird, dann hat er einen selten dämlichen Aufhänger genommen. In jedem Fall hat er schlicht das wichtigste Klassenziel eines jeden (nicht nur politischen) Cartoonisten verfehlt: Deutlich zu machen, was er meint und was er aufs Korn nehmen will. Meiner Meinung nach ist der Cartoon einfach nicht gut oder auch nur interessant genug, um sich darüber zu echauffieren.
    Zur Diskussion hier fällt mir daher nur ein: es ist Sommer und offenbar fallen viele da in ein tiefes Loch, das sie sich selbst gebuddelt haben.

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  28. @Matt

    Ich bezweifle, daß 80 Prozent meiner Zeitgenossen überhaupt irgend etwas von einer Wannseekonferenz wissen.

    Mit meinem "schlichten Gemüt" kokettiere ich nicht. Ich untersuche nicht ALLES erst einmal auf mögliche Fehlinterpretation.


    Durch diese Diskussion "unvorbelastete" Betrachter von Zeichnung und Text, noch dazu vielleicht (militante?) Gegner der Rechtschreibreformposse, könnten durchaus etwa auf den Gedanken kommen:

    "Aha, der neue Duden war auch schon gedruckt, jetzt könnens den auch noch einstampfen."

    Ich bin am ehesten bei der Weltregierung: nicht gut aber auch nicht sooo schlimm.

    Aber von einem Hammerhai erwarte ich natürlich ähnlich agressives Verhalten wie von einem deutschen Psychopaten, mindestens ;-)

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  29. kiki, du bist auch gerade auf den Boden dieses Loches geplumpst - willkommen im Club!

    Opa, genau, ich muss meiner Spezies doch Ehre machen. Und Sie wissen ja: Der Haifisch, der hat Zähne …

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  30. Der hat sogar Haare drauf und das ist gut so!

    Ach so, ich klink mich dann aus. Man sieht sich, angenehme zweite Halbzeit.

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  31. touché :) Aber ich krabbel jetzt wieder raus und suche meinen Lieblings-Seyfried-Cartoon, den mit dem Polizisten, dem "Anarchisten" das Funkgerät zerstört haben.

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  32. Anonym02:21

    Bin gespannt, ob er meinen Kommentar bringt:

    "Wortspiele sind dann gut, wenn sie nicht nur phonetisch stimmen, sondern auch inhaltlich eine Parallele abgeben. Der Witz mit der "Dudenfrage" ist leider nur phonetisch. Phonetischen Müll zusammenkleistern ist läppisch. Die inhaltliche Parallele herzustellen ist offenbar nicht jedermanns Sache. Kein Cartoon, der in die Kunstgeschichte eingehen wird. Leider zu billig und kein Zeichen von Bildung." Thilo von www.thilo-baum.de/lounge (mir ist der Login hier zu bürokratisch)

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  33. Wie setzt man eigentlich Trackbacks? Ich kommentierte deinen Text auf jeden Fall und habe ihn auf mein Blog gesetzt, weil ich deine Kommentare nicht zupammen wollte. Hier: http://zahnwart.twoday.net/stories/2443958/

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  34. Joshuatree Ihr Kommentar wartet auf Freischaltung.
    Juli 26th, 2006 at 6:07 pm e

    "Der arme Tucholsky - hier wird er mit seinem Zitat “Satire darf alles” mal wieder komplett falsch interpretiert und aus dem Zusammenhang gerissen. Ich glaube, er würde dieses “Werk” wie manch andere hier gar nicht als Satire durchgehen lassen … "

    Mir ist unklar, warum mein Kommentar nicht freigeschaltet wird. Sind jetzt sogar auch Diskussionen über Tucholskys Leben und Werk gleichgeschaltet?

    Es macht mich grade zornig, to be honest, und ich erinnere mich an Opas obige Gedanken zum Thema Parallelitäten zwischen dem Dogma extremer rechter und linker Gruppierungen.

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  35. Joshuatree20:51

    *lach*

    Es lohnt sich, hier die Gleichschaltung zu bemerken und *flupps* ist man doch innerhalb 24 Stunden freigeschaltet.

    Gut, dass h i e r mitgelesen wird.

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  36. Nachtrag - und dann ist diese Sau für mich sprichwörtlich durchs Dorf getrieben.

    Dieser Beitrag von einem Herrn "Sachsenschläger" ist nun für alle freigeschaltet:

    "sachsenschlaeger
    Juli 27th, 2006 at 5:57 pm e
    Das Problem der Linken ist das zuviel genossene CS-Gas, das den Humorapparat des Gehirns kollektiv geschädigt haben dürfte. Das ist eine wirklich nett gemachte Zeichnung - und 1a in der Aussage! "

    Ich möchte jetzte keine Diskussion über Selegierung oder Selektion beginnen - Beiträge werden hier selektiv ausgewählt, eine Diskussion findet nicht statt, eine Zensur schon. Und zwar massiv.

    Ein Wespennest, Matt. Danke fürs Ausheben. Ich habe was gelernt.

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  37. Mich würde schon interessieren, was die taz überhaupt so denkt über Seyfried und seine Karikatur. Vielleicht wissen sie gar nichts davon, weil sie ihre eigenen Blogs für Pillepalle halten, und deshalb habe ich mal eine Mail folgenden Inhalts an die überregionale Redaktion geschickt:

    Hallo,

    ich möchte Sie dezent auf die unsägliche Karikatur von Herrn Seyfried im tazblog aufmerksam machen, und zwar unter http://taz.de/blogs/zeichenblog/2006/07/15/dudenfrage-und-rechts-schreibreform/.

    Da Seyfried dort keine Diskussion zulässt, sondern offenbar nur Kommentare freischaltet, die ihm nicht allzu unangenehm sind (darunter auch welche, die latent antisemitisch oder gar offen rechts sind), habe ich in meinem Weblog „Die Rückseite der Reeperbahn“ der Debatte ein Forum gegeben.

    Hier können Sie das alles nachlesen:
    http://www.mattwagner.de/2006/07/seyfried-stinkt.htm

    Diese Karikatur schadet Ihrem Ruf als Zeitung, wie ich finde.

    Über Ihre Meinung dazu würde ich mich freuen.

    Mit besten Grüßen

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  38. sachsenschlaeger10:25

    Es ist die unentspannte und humorlose Grundhaltung damaliger Zeitgenossen, die den Holocaust erst möglich gemacht hat. Der gleiche Geist kritisert heute Syfrieds Zeichnung. Dabei macht sich Seyfried lediglich über ein diktatorisches System lustig, das unötigerweise eine Rechtschreibereform durchgedrückt hat. Nichts mehr, aber auch nichts weniger läßt sich in Seyfrieds "Endlösung der Dudenfrage" ablesen.

    Kleine Frage zum Schluß: Aus dem Karikaturenstreit mit unseren moslemischen Freunden immer noch nichts gelernt?

    Viele Grüße
    Sachsenschlaeger

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  39. Was wollen Sie bloß mit dem letzten Satz sagen? Ich habe weder zum Verbot dieser Zeichnung aufgerufen noch Selbstmordattentäter losgeschickt. Ihr Vergleich hinkt genauso, wie der von Seyfried schändlich ist.

    Und von welchem „diktatorischen System“ sprechen Sie? Was auch immer Sie (oder ich) von der Rechtschreibreform halten: Sie wurde von der Kultusministerkonferenz beschlossen und vom Rechtschreibrart ausgearbeitet – und beides sind demokratische Gremien. Ihre Maßstäbe scheinen genauso verrutscht zu sein wie die von Gerhard Seyfried; somit wundert mich Ihre Einschätzung dieser Karikatur keineswegs.

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  40. Hunorlosigkeit habe Herrn Hitler möglich gemacht? Sagen Sie mal, haben Sie auch nur ein einziges Mal in ein Geschichtsbuch geguckt?

    Mann, so eine verquere Denkweise habe ich seit Jahren nicht mehr gelesen.

    Gucken Sie sich mal die (gleichgeschalteten) Karikaturen der NS-Zeit an. Ich bin sicher, Sie werden sie zum Brüllen komisch finden.

    6 Millionen Menschen konnten das nicht.

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  41. Sachsenschläger, sicher wirst Du uns gleich auch sagen, dass die Opfer mit ihrer Humorlosigkeit damit selbst Schuld an Tot und Verfolgung waren, stimmt´s? Denn das wäre die logische Schlußfolgerung ...

    Boah, jetzt stinkt´s aber gewaltig hier ...

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  42. Meine immer noch offene Frage: Was um alles in der Welt soll der Duden mit der Rechtschreibreform am Hut haben? Und warum bezeichnet Herr Seyfrie diese als Rechts-Schreibreform? Gibt denn keiner, keiner Antwort?

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  43. Ramses, ich kann zumindest aus ganzem Herzen bestätigen: Der Duden hat nichts mit der Rechtschreibreform zu tun; die arme Redaktion rötelt die ganze Zeit rum, um den Brocken in den Griff zu kriegen.

    Frage zwei kann nur Herr Seyfried beantworten. Würde mich auch interessieren.

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  44. Schade, dass wohl keine Antwort kam und die Seyried-taz-Karawane so einfach weiterzog ...

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  45. Ja, beide haben ein erbärmliches Bild abgegeben.

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  47. carrion, why don't you learn to write correctly before you try to sell us something?

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  48. kegomi16:50

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                           Allure代表 : 松下 めぐみ

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  49. Anonym23:09

    Guten Tag,

    Sie schreiben:
    „Ich bin ja nicht zimperlich, aber das finde ich völlig daneben – einfach, weil die Zeichnung letztlich den Holocaust verharmlost, indem sie ihn kalauerisierend für so etwas vergleichsweise Läppisches wie die Rechtschreibreform heranzieht. Du stinkst, Mann.“

    Niemand hat hier etwas verharmlost. Eine solche Betrachtungsweise ist reine Zwangsneurose. Übel aufstoßen tut jedoch die Bemerkung, daß der Zeichner dieses mittelmäßigen Kalauers stinken würde.

    MFG Sunny

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