
Heute indignierte mich aus heiterem Himmel mein Espresso, wengleich auf irgendwie kieztypische Weise. Latte ohne Milch, sozusagen.
Dass ich dieses Getränk dennoch ohne zu Zögern und gar mit Behagen verkostete, mag tiefenpsychologisch gesehen eine Bi-Orientierung nahelegen, die mir bislang unbekannt war. Dagegen ist natürlich nichts zu sagen, zumal eine solche Disposition langweiligerweise voll im Trend liegt.
Just heute nämlich erfuhr ich aus der taz von gestern dank eines sachkundig erscheinenden Artikels, die Mehrzahl aller Geschlechtsreifen sei durchaus gewillt, sich im libidinösen Bedarfsfall geschlechtsunabhängig anderen Menschen zuzuwenden.
Vergleichbare Gefühle gegenüber einer Tasse Espresso sind allerdings weniger gut belegt.


















