23 März 2013

An die Heimatfront (4)



Nach der Weinprobe im Gut Poggio Allore mit Käse, Olivenöl, Salami und Blick auf die Skyline des mittelalterlichen Städtchens San Gimignano (ioben) karriolten wir fröhlich mit dem Bus durch die toskanischen Hügel, begleitet von Verdi-Arien.

Was mir vorher noch nicht so ganz klar war: Serpentinen sind geradezu perfekt, wenn man besoffen hinterm Steuer sitzt – dann fällt Letzteres nämlich überhaupt nicht mehr auf, selbst den Carabinieri nicht, die, wie ich erfuhr, gar keine Polizisten sind, sondern Soldaten.

Mit der Serpentinenbemerkung möchte ich natürlich nicht andeuten, dass auch unser Busfahrer mitgezecht hätte. Aber man gewinnt halt so seine Erkenntnisse, wenn man sanft angetütert zwischen Olivenhainen, Weinbergen und ockerfarbenen Steinvillen dahinschwebt.

Bevor wir zurückkehren auf den Kiez, möchte ich übrigens dringend darum bitten, dort ein akklimatisierungsfreundliches Wetter vorzubereiten. Schnee, Eis und Sturm sind dabei strikt untersagt. Wir würden uns auf maximal 13 Grad bei leichter Schleierbewölung runterhandeln lassen.

Wäre das machbar? Entzückend. Dann bis morgen.

Kommentare:

  1. Anonym11:50

    Bewölung ist schön....

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  2. Die Chancen stehen sehr, sehr schlecht.
    Zurzeit - 2 Grad und die weiteren Aussichten kalt und nochmals kalt. Also warm anziehen Herr Wagner. :-))

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  3. Ich lege die Schneebälle zum Einseifen schon mal bereit...

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  4. Ich koche schon mal heiße Zitrone, stricke noch schnell 2 Paar Flauschsocken und mache dann einen Sonnentanz...

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  5. Ich bin sehr, sehr enttäuscht von Ihnen. Sogar der rote Teppich war steifgefroren.

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  6. Die Stadt der Türme – welch schönes Beispiel dafür, daß auch völlig hirnrissige Beweggründe etwas Schönes schaffen können.

    Und irgendwie gilt das ja für den Kiez auch. Nur umgekehrt.

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  7. Als man uns vor Ort von den „Geschlechtertürmen“ erzählte, interpretierte ich das sofort kiezkompatibel und damit miss.

    Ich kann eben St. Pauli verlassen, aber St. Pauli verlässt mich nie.

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  8. St. Pauli verläßt Sie nie, steht dafür aber auch immer hinter Ihnen! Wie ein Abgrund.

    Um mal die Metaphern weiterzuführen.

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  9. Hauptsache, das Lange geht ins Runde.

    Um mal die Sphäre der Sinnfreiheit anzuvisieren.

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