13 April 2013

Time to say goodbye (5)


So, meine sehr verehrten Damen und Herren: Unsere schon seit einer gefühlten Ewigkeit wie sauer Bier angebotenen Bücher sind jetzt wirklich weg.

Drei kräftige, teils untersetzte Männer mit wenig Haupthaar und viel Bizeps luden sie in Kisten und trugen sie fort. Am Ende hingen nur noch Streben an der Wand, worauf die leeren Massivholzbretter lagen.

„Möchten Sie vielleicht auch die Bretter mitnehmen?“, fragte ich den Chef des Trios.
„Gärrnä! Sind gute Brättär. Kann ich gebrrauchän fürr Bau von Vögelhaus.“
„Sie meinen wahrscheinlich Vogelhaus. Mit o.“
„Ja, gännau: Haus fürr Vögeln!“
„Nein, nein, Vorsicht. Der Plural ist Vögel, also ohne n. Das könnte leicht missverständlich …“
„… Wie sagän noch in Teutsch zu Vögelhaus? Issä Puff? Gännau das will ich bauän mit Brättär!“
„Oh.“

Nun, der Dialog nahm nach dem absolut authentisch geschilderten Auftakt nicht ganz diesen Verlauf, das gebe ich zu.

Doch am Ende waren auch die Bretter weg, und das ist die Hauptsache.




Kommentare:

  1. Anonym08:38

    Und Sie lassen uns, Ihre seit einer gefühlten Ewigkeit ergebensten Gefährten im Mitfiebern um eine Lösung Ihres Problemes, jetzt tatsächlich im Unklaren darüber, an wen und vor allem unter welchen Umständen Sie die Bücher doch noch loswerden konnten? Ich sage es nicht gerne, aber ich bin kurz davor, Sie zu schamvollen Gednken aufzufordern!

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  2. nachbar13:05

    33 Bohrlöcher? Nicht dass die Wand jetzt zusammenbricht ohne das stützende Bücherregal!

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  3. Keine Sorge, wir tragen bereits Sturzhelme.

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  4. Nihilistin10:40

    Und? So gar, gar keinen Anflug von Trauer? Wenigstens so 5min?
    (Sagen Sie, Herr Matt..hatten Sie uns schon vom Ergebnis des Übersee-Scans für seltene Exemplare berichtet? Ich meine nein...oder?)

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  5. Frau Nihilistin, keine Trauer: Erleichterung.

    Der Überseescan wieß Mängel auf. Auch eine Nachbesserung blieb unzureichend. Ich kann davon abraten.

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