
Dass wir wunderbarerweise 3:0 gegen Rostock gewannen, obwohl mir das obligate Millerntorbier empörenderweise schon wieder nicht in einem Namensbecher serviert wurde, widerlegt zunächst einmal nur eins, nämlich die vor zwei Wochen provisorisch aufgestellte Currywurstthese.
Ich hatte natürlich absichtlich und bei vollem Bewusstsein diesmal keine bestellt, um die gewagte These seriös zu überprüfen (und nicht etwa nur deshalb, weil ich mittags um eins nach ausgiebigem Brunch mit Ms. Columbo nun mal nullkommanull Appetit habe).
Was aber ermöglichte dann den Heimsieg, wenn nicht die Currywurst? Okay, die 2000 St.-Pauli-Ultras waren nicht im Stadion, weil sie während der Partie lieber mit Rostocker Rechten gegen die polizeiliche Anordnung demonstrierten, den Gästefans keine Eintrittskarten verkaufen zu dürfen.
Ist also generell ohne Ultras der Heimsieg sicher, wenn ich keinen Namensbecher erwische? Eine zugegeben höchst dünnbrüstige Hypothese, die nur dann verifiziert werden könnte, wenn die Ultras auch dem nächsten Spiel freiwillig fernblieben. Wenn ich Sie also darum bitten dürfte, im Interesse des Vereins und der Wissenschaft?
Noch vielversprechender ist allerdings die Vermutung, die Konstellation aus namenlosem Becher und parallel stattfindendem Dom kreiere den Humus, auf dem die jüngsten Erfolge gediehen. Diese Kombi herrschte nämlich auch beim letzten Heimspiel; außerdem schoss beide Male Bartels das Abschlusstor der Partie.
Wie auch immer: Nach dem Saisonfinale gegen Paderborn am 6. Mai wird sich alles geklärt haben. Alles!
























