28 Juli 2013

Unterwegs im Speckgürtel


„Immer, wenn ich so ein Schwein sehe“, sagte Ms. Columbo beim Anblick dieses Hängebauchschweins im Wildpark Schwarze Berge, in dessen schattige Wälder uns die Großstadthitze vertrieben hatte, „dann rechne ich es in Koteletts um.“

Allein für solche Bemerkungen lohnen sich die Ausflüge mit Ms. Columbo bereits, aber auch aus diversen anderen Gründen. Auch gestern waren wir in den Hamburger Speckgürtel gezockelt, und zwar zum Tomatenfest einer Demeter-Gärtnerei in Ochsenwerder. 



Eigentlich hätte Ms. Columbo konsequenterweise den ganzen Ort Ochsenwerder in Rinderfilets umrechnen müssen, doch nichts dergleichen geschah. Stattdessen geriet uns die abgebildete Hausfassade in den Blick und warf die Frage auf: Ist das nun der dämlichste Tippfehler seit Erfindung des Einzelhandels oder eine pfiffige und wahrscheinlich nicht mal justiziable Markenverulkung?

Klären konnten wir das vor Ort freilich nicht, zumal das Haus leerstand. Sogar eine Scheibe war zerborsten
– wahrscheinlich das Werk eines von der Edeka-Kette beauftragten Fenstereinschmeißers, die so ihren Willen zum außergerichtlichen Dialog kundtun wollte.

Vorher hatten wir auf einem Flohmarkt in Hausbruch vorbeigeschaut, wo ich einen formidablen blauen Zegna-Zweireiher erwarb, der mir allerdings zu groß ist. Bei Kaufinteresse bitte Mail.

Kommentare:

  1. Schon beim Gedanken an so etwas wie Hängebauchschweinkotelett vergeht mir irgendwie der Appetit. Aber wenn Sie genug davon essen passt vielleicht der Zegna irgendwann *g*

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  2. Ein bedenkenswerter Tipp. Ich schließe daraus, dass Sie mir kein Kaufangebot unterbreiten möchten. Nun gut.

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  3. Raoul02:25

    Das ist einfach ein Zusammenschluß von Edeka und Debeka. Für gekaufte Lebensmittel wird mit Bezahlung eine Transportversicherung abgeschlossen, die im Falle einer Beschädigung greift, wenn die Waren auf dem kürzesten (80% Schadensregulierung) oder auf dem schnellsten (100 % Schadensregulierung bei kühlpflichtigen Produkten, ansonsten 60%) Wege nach Hause transportiert wurden und durch äußere Einflüsse den Zweck ihrer Bestimmung nach zu einem Großteil nicht mehr erfüllen können. Sobald der Kunde nachweisen kann, daß er sämtliche - auch die nicht beanstandeten Produkte des jeweiligen einzeln zu erfolgenden Einkaufs - an einem von Fremdwaren freigehaltenen Platz unter Berücksichtigung eines räumlich abgetrennten Sicherheitsabstands von mindestens 40cm zu anderen leicht beweglichen Gegenständen aufbewahrt hat und die gekauften Waren so transportiert wurden, daß keine einer Belastung ausgesetzt wurde, die ihr Eigengewicht überschreitet, wird der Schadensfall ausgiebig geprüft.

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    1. Das erklärt natürlich einiges. Die Pfiffigkeit der Ochsenwerderaner muss offenbar neu bewertet werden.

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  4. Olaf HH06:14

    Was den Nachweis korrekten Handelns durch den Kunden angeht - hier könnte dieser sich ggf. an die NSA oder befreundete Serviceunternehmen wenden. So zur nachträglichen Aufklärung vielleicht.
    Was die "DEEKA"-Panne angeht: Es könnte ein Elektriker oder Hauswart Glühbirnen ausgetauscht haben. Begleitet von einem sechsmonatigen Trinkversuch mit mehreren Getränken (Bier, Wodka, Jägermeister, Rum). Fazit: Egal in welcher Reihenfolge man das Zeug jeweils trinkt, am Ende ist es einem jedes Mal scheißegal, in welcher Reihenfolge die Abdeckungen mit den Buchstaben angebracht werden.

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    1. DAKEE für diese Erläuterung …

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  5. < „Immer, wenn ich so ein Schwein sehe, dann rechne ich es in Koteletts um.“

    Endlich normale Menschen...!
    Danke, Ms. Columbo.

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  6. welche groesse ist denn anzug?

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  7. Ich finde es nicht richtig, ein begegnendes Schwein unmittelbar und sofort in Koteletts umzurechnen.
    Nein, gar nicht richtig!!!!
    Denn was ist mit den Filets, den Füßchen und Haxen, den Keulen, dem ganzem Rest?
    Soll all das matehmatisch unberücksichtigt bleiben?
    Und aus was mach ich mir dann mein Schäufele?

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    1. Ja, dafür könnte man Ms. Columbo schelten – aber nur, wenn man nicht begriffe, dass es sich hier um ein Pars-pro-toto-Kotelett handelt. Ein wenig Transferleistung können wir wohl verlangen, gerade von Ihnen!

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