Dies bewegt mich, über beides – die ruinierten Espressomaschinen (im Foto Nummer zwei) und den ruinierten Perser – den Mantel des Schweigens zu breiten, ja, kein einziges Wort über beide Missgeschicke zu verlieren, sondern lieber den Blick zu lenken auf eine liebenswürdige Aufmerksamkeit, die mir meine weltweit liebste Hansestadt alljährlich zuteilwerden lässt. Denn stets begeht sie das Jubiläum meines Wiegenfestes mit einer dreiwöchigen Sause, Frühlingsdom genannt, und hofft, ich möge erscheinen und mir von den erschienenen Massen huldigen lassen. Doch da halte ich es wie mein Lieblingskünstler Bob Dylan: Nur wer sich rar macht, bleibt interessant.
Momentan scheint dies in hohem Maße für dieses Blog zu gelten. Denn obgleich sich meine Veröffentlichungsfrequenz seit Langem einer homöopathischen Dosierung nähert, stürmen seit Tagen Massen sonder Zahl die Rückseite der Reeperbahn. Die heutige Zugriffszahl von mehr als 58.000 ist ein einsames All-time-High, und das ist auch gut und schön, denn ich fühle mich grundsätzlich wohl im Auge eines Sturms – doch wüsste ich gern, was und wer ihn entfacht hat. Denn mit Google Analytics et cetera ist dieses Blog unterausgerüstet, weshalb ich auf Sie – also eine(n) der plus 58.000 – angewiesen bin.
Also Butter bei die Fische: Warum sind Sie hier? Wer hat Sie geschickt? Bitte nutzen Sie zahlreich die Kommentarfunktion, denn so lange ich mich in Ihren Erklärungen verliere, kann ich wenigstens keinen tomatensoßenlastigen Kichererbseneintopf auf dem geerbten Perser entleeren.
Danke vorab!

Ich komme wie seit Jahr und Tag über den RSS-Feed her. Wie ich damals auf Ihr Blog stieß ist verloren im Nebel der Zeit.
AntwortenLöschenSchön, dass Sie hier schon lange mitlesen!
LöschenGestolpert von einer Blogroll über die nächste über die nächste und so weiter und so weiter und schlussendlich hier hängen geblieben. Die Verankerung zu diesem Blog im im RSS-Feed fixiert und so bleibt das jetzt.
AntwortenLöschenDas freut und ehrt mich, danke.
LöschenEs sind die kleinen Geschichten des Alltags, die mich an ihrem Blog seit vielen Jahren faszinieren. Die Abnahme der Veröffentlichungen kompensiere ich durch das Stöbern in den Jahrgängen ab 2005. Vielleicht schaffen Sie es ja, die monatliche Produktion wieder etwas hochzufahren?
AntwortenLöschenJa, vielleicht schaffe ich das …
LöschenSie sind schon lange auf meiner Leseliste. Ich würde sagen seit mindestens zehn Jahren. Darüber hinaus bin ich Ex-Hamburger.
AntwortenLöschenDann gehören Sie also nicht zur aktuellen Flut, die aber alsbald wieder verebben wird. Ein treuer Leser ist mir aber eh 50.000-mal lieber.
LöschenLieber Matthias,
AntwortenLöschenRechtschreibfehler in ihrem Blog bin ich nicht gewohnt, also bitte den Beitrag flugs überarbeiten!
Ach so, habe ich fast vergessen, ich bin ein Leser und Fan der ersten Stunde!
Na, nun sagen Sie mir doch schon, wo!
LöschenServus aus Bayern!
AntwortenLöschenEs dürfte am "Warum sind sie her?" liegen, man könnte es als "Warum sind sie hier?" interpretieren oder als "Wo sind sie her?"
Dann bietet sich noch "ich schwör" an. Eigenlich müsste es doch "ich schwöre" heißen. Als stilistisches Ausdruckmittel des Kitzdeutschen, würde ich jedoch nach dem "r" einen Apostroph verwenden.
Bei dem Wort "Blog" würde ich persönlich den männlichen Artikel verwenden, es scheint aber auch Neutrum möglich zu sein, wie ich nachrecherchiert habe.
Sie merken schon, warum ich hier bin, seit Jahren genieße ich Ihre stilistische Ausdrucksweise und Ihr Gespür für die deutrsche Sprache und deren Fallstricke.
Heidewitzka, vielen Dank – da hatte ich Tomaten auf den Augen! Zumindest in Sachen „her“. Alles andere soll so.
Löschenund eigentlich muss es in meinem Kommentar "eigentlich" heißen und nicht eigenlich.
AntwortenLöschenIch nehm das schon mal vorweg, um Ihnen keine Angriffsfläche zu bieten, oder sie zumindest zu verkleinern. Daher kommentiere ich hier so ungern. Man sollte sich keine (Rechtschreib-)Fehler leisten. Das erinnert mich gleich an meine Deutschlehrerin, obwohl das schon "ewig" her ist.
Ach, ich beiße doch gar nicht, ich will nur spielen.
LöschenKeiner von den 58.000, sondern schon immer hier. Bleibe auch, wenn es homöopathisch bleibt, so lange nicht behauptet wird, es sei genausoviel wie anderswo, wenn Sie verstehen. Grüße! ✊🏻
AntwortenLöschenDanke – für die gemeinsame Vergangenheit wie die ebensolche Zukunft.
LöschenSeit Ewigkeiten per RSS-Feed. Angenehmes Lesen, thx dafür.
AntwortenLöschenvielleicht war es ja ein Stichwort von allgemeinem Interesse oder ein Hashtag, welches die Massen angezogen hat? Wünsche jedenfalls weiterhin viel Erfolg!
AntwortenLöschenDiese Vermutung liegt nahe, aber Licht ins Dunkel bringen Sie damit leider auch nicht.
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