13 Mai 2015

Aller schlechten Dinge sind sieben

Fahrraddiebstahl Nummer sieben. Statistisch etwas verfrüht, denn ich hatte das Rad erst seit 18 Monaten, und im Schnitt wird es mir immer erst nach ungefähr zweieinhalb Jahren entwendet.

Als ich heute Morgen meine geliebte Gazelle vom Laternenmast losschnallen wollte, fand ich jedenfalls nur noch das durchschnittene Kettenschloss vor. Achtlos war es auf dem Gehweg zurückgelassen worden.

So weit, so üblich, doch etwas war anders, etwas Irritierendes: Auch der Fahrradständer lag dort, mit einem sauberen Schnitt durchtrennt. Warum schneidet jemand, der ein Rad stiehlt, den Ständer ab und legt ihn neben das Schloss? Was möchte mir der Dieb damit sagen? Ist das so etwas wie eine Kastrationsfantasie? Oder gar -androhung?

Das steht ernsthaft zu befürchten. Wahrscheinlich muss ich umziehen, um diesem Schicksal zu entgehen. Denn was bitte soll man ausgerechnet in St. Pauli anfangen ohne Ständer?

Wer das abgebildete Fahrrad irgendwo herumstehen sieht, und sei es in Polen oder Portugal: bitte melden. 

Kommentare:

  1. Herr Wagner, können Sie ihr Fahrrad nicht irgendwo im Hausflur oder Keller, bzw. auf den Balkon stellen. Habe mal gesehen, das einige Leute tatsächlich ihre Fahrräder auch in ihre Wohnungen stellen, eben damit sie nicht geklaut werden.

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    1. Ms. Columbo trägt es wirklich tagtäglich hoch in die Wohnung. Mein diesbezüglicher Eifer hält leider immer nur kurze Zeit vor …

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  2. ich kann nachvollziehen, dass sie keinen bock haben, immer das komplette fahrrad die treppen hoch zu tragen und würde empfehlen, immer nur den sattel und/oder das vorderrad mit hoch zu nehmen. ein dieb nimmt vermutlich nur ein komplettes fahrrad mit.

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    1. Danke für den Tipp. Werde ihn beim nächsten Rad beherzigen.

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    2. … vielleicht reicht es ja auch, immer nur den Ständer mit hochzunehmen … ;)

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  3. Beraternase22:15

    Oder 10 EUR Fahrräder zu kaufen (zweifelhafter Provenienz)

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    1. Selbst auf dem Flohmarkt (wo ich morgen aufschlagen werde, aus Gründen) kriegen Sie nix für unter 50, glauben Sie mir.

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  4. Andreas08:28

    Was ist, wenn Sie einmal ein richtig fettest Schloss kaufen? Also ich meine ein RICHTIG fettes, mit so 2,5 cm Durchmesser... das natürlich selbst schon 80 Euro kostet, aber dafür ja einen Verlust von xy Euro verhindert.
    Außerdem müssten Sie einmal in Ihre Hausrat-Versicherung gucken, ob da Diebstahl nicht abgesichert ist.

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    1. Schon erledigt, beides: Das Abus-Faltschloss aus der Granit-Serie ist auf dem Postweg, und die Hausratversicherung bereits informiert; sie deckt das ab.

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    2. Andreas10:41

      Ja dann ist doch alles in Butter. Und "granit" klingt passend :D
      Und was Nihilistin sagt hätte mich ebenfalls interessiert... war die Hausrat immer schön "brav", oder hat sie nach dem 5. Mal dann doch gefragt, ob Sie da nicht ein Schild mit "bitte mitnehmen" hinhängen? ;-)

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  5. Nihilistin14:12

    Zahlt die Hausratversicherung ohne zu murren alle 18-30 Monate für den Fahrradklau? Dann haben Sie Glück. Ich kenne entschieden renitentere Versicherungen (20 Jahre Klaufrei, dann 2x innerhalb von 3 Jahren...und schon wird um den zweiten Fall gezockt) Statistisch sind wohl bei den gefräßigen Versicherungen nur 1x alle 5 Jahre einkalkuliert)

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    1. Mal schauen, wie sie reagiert. Es ist erst der zweite Verlust, den ich der Versicherung melde.

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  6. Also bei der Häufigkeit an Fahrradverlusten würde ich einmal den Versuch unternehmen, mein Rad mit einem GPS-Sender zu versehen.

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    1. Dann erführe ich, dass es sich z. B. in Slowenien befindet. Und dann …?

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    2. Dann wissen Sie, wo Sie Ihren nächsten Urlaub machen können ;-)
      Wenn sich das gestohlene Rad aber im Nachbarkiez befindet, kann man sich eine Neuanschaffung vllt sparen - insofern könnte man ja auch bei der Versicherung erkundigen, ob sie Kosten des GPS-Senders nicht übernehmen möchte...

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    3. Nachbarkiez? Zweifelhalft. Erfahrungsgemäß handelt es sich um organisierte Banden, die die Räder sofort wegschaffen – in andere Städte oder ins Ausland. In der Tat könnte man sich bei der Urlaubsplanung vom Verbleib des Fahrrades inspirieren lassen – das überleg ich mir …

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  7. Ich glaube der abgeschnittene Ständer gehört zu meinem Rad. Jedenfalls wurde der Ständer meines Fahrrads fein säuberlich abgetrennt, was ich allerdings erst heute gemerkt habe. Vielleicht wollte man zunächst die Funktionalität des Schneidewerkzeugs testen. Merkwürdig...

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