31 Dezember 2015

Fundstücke (210)


Diesen Silvester möchte ich wegen des bestürzenden Misserfolgs in den Vorjahren auf meinen traditionellen Appell, sich heute Nacht ausnahmsweise mal nicht nützliche Körperteile wegzusprengen, verzichten.

Stattdessen verweise ich hiermit einfach auf die entsprechenden Archiveinträge. Sie finden Sie gesammelt hier.

Kurz vor Jahrestoresschluss hat sich heute noch jemand vorm Nachbarhaus einiger überflüssiger Utensilien entledigt. Neben einem Stapel billiger Taschenbücher gehörten dazu auch eine Säuglingstragetasche sowie ein Kinderwagen, alles allem Anschein nach funktionsfähig.

Ein Baby oder etwas Ähnliches befand sich indes nicht unter den entsorgten Materialien, soweit ich das nach einem oberflächlichen Check beurteilen kann.

Und mit einer besseren Nachricht vermag ich Sie leider nicht aus diesem Jahr zu entlassen.

24 Dezember 2015

Nur die Harten kommen in den Garten (Eden)


Vormittags waren wir frohgemut aufgebrochen zum Ostereiersuchen, blieben aber seltsam erfolglos.

Stattdessen entdeckten wir in der Innenstadt, die wider Erwarten kaum von hochnervösen Last-Minute-Panikern bevölkert war, allerhand Christen diverser Couleur mit Ermahnungen auf selbstgebastelten Schildern.

Der Mann rechts im Bild etwa hatte in der Bibel einen Korintherspruch entdeckt, in dem diverse Zielgruppen aufgezählt werden, die nach Gottes Gusto dermaleinst ewige Verdammnis zu gewärtigen haben.

Neben den üblichen Verdächtigen – Diebe, Schwule etc. – drohte er auch „Weichlingen“ mit finalen Konsequenzen. 

Gerade von Letzterem fühlte ich mich ein wenig verletzt, denn als Kriegsdienstverweigerer* gehöre ich nicht gerade zur Hardboiledfraktion, die Gott anscheinend präferiert.

Ob Leute, die Seine Sprüche auf Schilder pinnen, auch kommasicher sind, scheint Ihm hingegen ziemlich pimpe zu sein.

Und damit wünsche ich Ihnen allen frohe Ostern.


*Ja, liebe Jugend, so was gab es mal in der BRD. Einfach mal googeln.

16 Dezember 2015

Die gemütlichsten Ecken von St. Pauli (100): Rückseite der Reeperbahn



Es ist ja nicht so, dass wir auf St. Pauli nur sonisch belästigt würden. 
 
Nein: Gegenüber hält ein Bewohner der Reeperbahn es für höchst kommod, seine Wohnung vermeintlich adventlich zur kunterbunten Lichtorgel fehlzuilluminieren.
 
Andere Frage: Wie ist eigentlich die Reichweite eines Luftgewehrs?*

*Nicht, dass ich so etwas besäße.