16 Januar 2013

Got my Mojo working (again)

Eingangs der Reeperbahn wird am 2. Februar eine Legende wiederauferstehen: unser guter, alter Mojo Club.

Seit zehn Jahren ist er schon zu, doch jetzt hat er an alter Heimstatt eine neue Bleibe gefunden, wenn auch komplett unterirdisch. Oben auf dem Foto nämlich sehen wir keinen überdimensionierten Gullydeckel, sondern einen der beiden künftigen Eingänge des Clubs, der sich über drei subterrane Etagen erstrecken wird.

Heute war ich zu einer exklusiven Vorbegehung der Baustelle eingeladen – und dadurch in der Lage, zwar nicht die Radieschen, doch zumindest einen der Mojo-Deckel auch von unten betrachten zu können.

Eine Erfahrung, die wohl jener glich, die Orson Welles im Filmklassiker „Der dritte Mann“ machen konnte (wenngleich in Wien): Man hörte gedämpft den Verkehr über die Reeperbahn rauschen, während ahnungslose Spielbudenplatzpassanten das Treppenhaus unter ihren Füßen mächtig zum Gongen brachten.

Toll, toll, toll wird auch das Mojo-Klo. Es ist unisex ausgelegt, also für beide Geschlechter gemeinsam zugänglich – und soll während des Betriebs live von DJs beschallt werden. Der Andrang der Bewerber ist angeblich schon jetzt riesig.

Als ersten würde ich übrigens unbedingt DJ Koze buchen, aber das müssen natürlich die Mojo-Booker entscheiden. Nur eine Anregung.

Das Putzpersonal indes wird dieses innovative Toilettenkonzept wohl eher mit säuerlichem Grinsen zur Kenntnis nehmen. Denn wer selbst beim Pieseln abhottet, dürfte im Nassbereich erhöhte Kollateralschäden verursachen. Ich denke da nur an die Fliehkraft.

PS: Ist „Mojo“ im Amerikanischen nicht auch ein Slangwort für Schniedel? Hab ich mal gehört.



Kommentare:

  1. Wie sieht`s mit den Rettungswegen aus dort unten?
    Haben sie bei der Begehung sicher erklärt!

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  2. Zwei weit offen stehende Deckel: Was wollen Sie mehr …?

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  3. Anonym23:46

    wie anschreiben kann man/frau da auch?

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  4. Nihilistin08:18

    Pfff. Da fotografieren Sie ein x-beliebiges Irgendwas auf der Straße und wollen uns dann erklären, Sie wären bei der (wichtig-wichtig)Vorbesichtigung dabeigewesen.
    Mag ja sein, daß Sie keine Bilder dort schießen konnten - aber so ein kompletter Raumplan über die 3 Etagen oder eine technische Zeichnung des Deckelmechanismus hättens schon sein dürfen, so als Beweis, gell?
    Pfff.

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  5. Das ist richtig. Doch man drohte mir mit standrechtlicher Erschießung, sobald ich drinnen den Fotoapparat zücken würde. Ich Feigling gab dem statt.

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  6. Ach der "Herr zum Ausdrucken" auch hier?
    Welch ein Zufall.

    DJ Koze dreht immer noch n den Plattentellern?
    Is nich war - von dem hatte ich mal durch einen Bekannten von der Küste ein 90 min Tape bekommen und war sehr begeistert. Die habe ich gehütet, bis keine Farbe mehr auf den Magnetbändern der Cassette war.

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